Veröffentlicht am 10.02.2026 13:52

Einspruch gegen Messungen

Im Gemeindegebiet sind seismische Untersuchungen geplant. Der Gemeinderat befürchtet, dass bei diesen Messungen, kritische Infrastruktur wie Wasserleitungen, Abwasserkanäle, Elektro-, Telefon und Glasfaserleitungen und Gasleistungen, beschädigt werden könnten. Denn bei diesen geophysikalischen Messungen, werden künstlich erzeugte Schallwellen (z.B. durch leichte Erschütterungen am Boden) in die Erde geleitet.
Der Gemeinderat legte daher Einspruch gegen die geplanten Messungen ein. Der Grund dafür: Die Gemeinde trägt die Verantwortung für den sicheren Betrieb ihrer Infrastrukturanlagen. Erschütterungen, Lastspitzen sowie Impulse aus seismischen Messverfahren stellen ein nicht akzeptables Risiko für Schäden oder Funktionsbeeinträchtigungen dar.
Der Gemeinderat fordert daher zuvor eine umfassende Aufklärung über die möglichen Auswirkung solcher Messungen. Genauer gesagt, sollen exakte Lagepläne mit allen geplanten Messpunkten erstellt werden und mit den Spartenplänen der Infrastruktur abgestimmt werden. Klare Abstände zu kommunalen Leitungen und Infrastrukturzonen müssen gewahrt bleiben.
Eine abschließende Bewertung weiterer Belange kann erst nach Vorlage dieser Unterlagen erfolgen.
Die Verwaltung führt den Auftrag des Gemeinderates aus, und traf sich zu einem ersten Gespräch mit den Fachleuten der ausführenden Firma Giga-M und den Stadtwerken FFB.
Geplant ist nun ein Bürgerinformationsabend am Mittwoch 25. März. Beginn ist um 19 Uhr im Bürgerhaus (Hoflacher Str. 5). Die Fachleute der Firma Giga-M werden die geplanten seismischen Messungen erläutern und zu Bedenken Stellung nehmen. Weitere Entscheidungen behält sich der Gemeinderat vor – abhängig von den Ergebnissen aus weiteren Fachgesprächen und aus dem Infoabend.

Bei Fragen kann man sich unter Telefon 08141/379490-132 oder per Mail an bauamt@alling.de an das Bauamt wenden.

Kurz erklärt

Seismische Untersuchungen sind geophysikalische Messverfahren, mit denen der Aufbau des Untergrundes erforscht wird. Dabei werden künstlich erzeugte Schallwellen (z.B. durch leichte Erschütterungen am Boden) in die Erde geleitet. Sensoren messen, wie schnell und in welchem Muster die Wellen im Boden reflektiert werden. Aus diesen Daten lässt sich erkennen, wie die geologischen Strukturen im Untergrund aufgebaut sind, zum Beispiel unterschiedliche Gesteinsschichten, Hohlräume oder mögliche Lagerstätten.

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