Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung einstimmig den Antrag zur Förderung des Igelschutzes angenommen.
Im Zentrum der Entscheidung steht ein gemeinsames Ziel: Die Sicherung des Lebensraums für heimische Wildtiere, wie den Braunbrustigel, der inzwischen als „potenziell gefährdet” auf der Roten Liste geführt wird. Dabei liegt der Schwerpunkt der Initiative nicht auf restriktiven Verboten, sondern auf einer verstärkten öffentlichen Aufklärung und der Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger.
Ein wesentlicher Aspekt des Beschlusses ist die Information über die Gefahren, die von automatisierten Mährobotern ausgehen können. Die Gemeindeverwaltung wird ihre Kommunikationskanäle nutzen, um über die Gefahren von Mährobotern für (Wild-)Tiere – insbesondere bei nächtlichem Einsatz – zu informieren. Um einen klaren Rahmen für diesen Schutz zu schaffen, wird die Gemeinde prüfen, ob eine Regelung im Gemeindegebiet als Orientierungshilfe dienen kann. Da die Schutzmaßnahmen lediglich das Mähen in der Dämmerung (eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang) sowie nachts betreffen, bleibt der Eingriff für die Bürgerinnen und Bürger minimal. „Es geht uns primär darum, das Bewusstsein in unserer Gemeinschaft zu stärken”, erklärt Umweltreferentin Lisa Bock. „Viele Nutzer*innen sind sich der Gefahren für Wildtiere aktuell noch nicht bewusst. Wir möchten durch gezielte Kommunikation zeigen, dass durch kleine Anpassungen in der Gartenpflege ein enormer Beitrag zum Naturschutz geleistet werden kann.”