Am Sonntag, 11. Oktober, findet um 18 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Margaret ein chorsymphonisches Konzert mit über 150 Mitwirkenden unter der Leitung von Stefan Kagl statt. Bekannte Solisten (Annemarie Pfahler, Camilla Saba Davies, Theodore Browner), der große Chor an St. Margaret und Korbinian sowie der TonArt Chor Sauerlach, begleitet vom Symphonieorchester, bringen Brahms Schicksalslied und Mendelssohns 2. Symphonie „Lobgesang“ zur Aufführung. Der Vorverkauf beginnt jetzt in den Pfarrämtern von St. Korbinian und St. Margaret und bei München Ticket (30,38 bzw. 18,30 Euro).
1868 stößt Brahms auf den Text des Schicksalsliedes aus Hölderlins Hyperion und ist sofort tief berührt vom idealisierenden Bild der griechischen Antike, in dem die Götter in der Unsterblichkeit wandeln und die Sterblichen einem hoffnungslosen Schicksal ausgeliefert sind. Brahms lässt die Menschheit aber nicht versinken, sondern wiederholt die elysische Musik der Götter, ein Gedanke, der direkt zu Mendelssohns 2. Symphonie führt, die wie Beethovens 9. Symphonie als Symphonie-Kantate konzipiert ist. Anlässlich des 400. Jubiläums der Erfindung des Buchdrucks wurde das Werk vom Rat der Buchstadt Leipzig in Auftrag gegeben. Der schroffe Dualismus von Finsternis und Licht zieht sich neben hymnischen Gotteslobs als Leitidee hindurch. Der Mensch ist durch Gutenbergs Erfindung befreit zum Licht des Glaubens und des kritischen Verstandes um das Loblied des Schöpfers „Alles was Odem hat, lobe den Herrn“ anzustimmen.