Mit einer besonderen Aktion bringt das katholische Dekanat München NordWest in diesem Jahr den Aschermittwoch zu den Menschen: „Aschenkreuz to go” – ein Moment der Besinnung für alle, die in der Hektik des Alltags keine Zeit für den traditionellen Gottesdienst finden. Direkt vor der Meile Moosach am Bunzlauer Platz, inmitten von Stadtlärm und Alltagshektik, bieten Seelsorgerinnen und Seelsorger, sowie Ehrenamtliche am Mittwoch, 18. Februar, von 14 bis 16 Uhr den Raum für ein Aschenkreuz, das nicht nur die Stirn, sondern auch die Seele berühren soll.
Die Aktion „Aschenkreuz to go” ist mehr als eine symbolische Geste. Es ist ein Angebot der Nähe, ein Moment der Stille in der Lautstärke des Lebens. Ob auf dem Weg zur Arbeit, vor dem Supermarkt oder an der S- und U-Bahn-Station Moosach – überall dort, wo Menschen unterwegs sind, können sie innehalten, tief durchatmen und sich für einen Augenblick auf das Wesentliche besinnen. Die Aktion richtet sich an alle, die den Beginn der Fastenzeit bewusst erleben möchten, aber nicht an einem Gottesdienst teilnehmen können oder wollen.
„Viele Menschen leben in einem Tempo, das kaum Zeit für spirituelle Rituale lässt. Wir wollen den Aschermittwoch dorthin bringen, wo das Leben pulsiert”, erklärt Marlene Goldbrunner, eine der verantwortlichen Seelsorgerinnen im Dekanat München NordWest: „Das Aschenkreuz erinnert uns daran, dass wir nicht alles kontrollieren können, dass wir verletzlich sind, aber auch, dass jeder Tag die Chance für einen Neuanfang bietet.”
Die Begegnung dauert nur wenige Minuten, doch sie kann einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wer möchte, empfängt das Aschenkreuz, spürt den symbolischen Staub und das Segenswort, das den Aschermittwoch in den Alltag trägt. „Es ist nicht nur ein Zeichen für Umkehr, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung”, sagen Sybille Schraml, Pfarrgemeinderätin in St. Mauritius, und Johann Schreiber, Pfarrgemeinderat in St. Ulrich Unterschleißheim: „Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen von Krisen und Herausforderungen geprägt sind, möchten wir ihnen ein Stück Trost und Zuspruch mit auf den Weg geben.”