Andreas Joseph Semmelmann und Stephan Simon geehrt

Grasbrunn · Verdient ausgezeichnet

Gratulation zur verdienten Auszeichen von Andreas Joseph Semmelmann (2. v. l.) und Stephan Simon (2. v. r.). Foto: Jürgen Sauer/LRA

Gratulation zur verdienten Auszeichen von Andreas Joseph Semmelmann (2. v. l.) und Stephan Simon (2. v. r.). Foto: Jürgen Sauer/LRA

Grasbrunn · 30 Bürgerinnen und Bürger wurden kürzlich für ihre herausragenden Verdienste ausgezeichnet. Landrat Christoph Göbel konnte den Geehrten Ehrenurkunden für verdienstvolles Wirken als Feldgeschworene, Kommunale Dankurkunden sowie Kommunale Verdienstmedaillen in Bronze, Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten sowie Verdienstmedaillen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen.

Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie zahlreiche Kreisräte und Bürgermeister wohnten der Veranstaltung bei, um ihre Wertschätzung für dieses außerordentliche Engagement zum Ausdruck zu bringen.

Es sei einer der schönsten Anlässe im Jahresverlauf, so Landrat Christoph Göbel in seiner Ansprache anlässlich des feierlichen Ehrenabends zur Ordensaushändigung. Wie wichtig und hoch geschätzt das Engagement der Ausgezeichneten sei, zeige auch die große Zahl an Gästen, die den Geehrten ihre Anerkennung und ihren Respekt zollten. „Wir alle möchten die Gelegenheit nutzen, Ihnen Dank zu sagen für Ihren einzigartigen Einsatz, der Sie zu Vorbildern für unsere Gesellschaft macht“, wandte sich Göbel an die Hauptpersonen des Abends. „Die Auszeichnung, aber auch dieser Ehrenabend dient dazu, die Bedeutung solchen Engagements hervorzuheben. Jede einzelne dieser Ehrungen zeigt, was uns als Gesellschaft wichtig ist“, so Göbel weiter. Dass Ehrenamt im Landkreis München trotz seiner Urbanität groß geschrieben werde, zeige nicht nur die hohe Zahl an Ausgezeichneten, sondern auch die Vielfalt ihrer Ämter, für die sie geehrt würden, so der Landrat.

Für 40-jähriges verdienstvolles Wirken als Feldgeschworener wurde Stephan Simon aus Grasbrunn und für 50-jähriges verdienstvolles Wirken als Feldgeschworener wurde Andreas Joseph Semmelmann aus Neukeferloh geehrt.

Vielfältige Aufgaben eines Feldgeschworenen

Was wie ein Relikt aus vergangenen Tagen klingt, hat heute noch seine Berechtigung. Soll ein Grundstück neu vermessen oder Grenzsteine gesetzt werden, dann sind die Feldgeschworenen gefordert. Sie werden in der Regel vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung geschickt und sind dann vor Ort tätig. Ausgerüstet mit den Plänen des Amtes sowie mit Schaufel und Spaten machen sich die ortskundigen Feldgeschworenen dann auf die Suche nach quadratischen Granitsteinen mit gekennzeichnetem Mittelpunkt. Mithilfe dieser Grenzsteine können die exakten Eigentumsgrenzen eines Grundstücks plangetreu festgesetzt werden. An diesen Vormarkierungen orientieren sich dann die Bauingenieure und Architekten. Auf steinigem Untergrund und auf Waldgrundstücken werden Röhrchen zur Grenzmarkierung gesetzt.

Bestandteil der Eidesformel ist übrigens bis heute die Wahrung des Siebenergeheimnisses. Vor der Zeit elektronischer Messgeräte und digitaler Kartierung hatte dies größere Bedeutung. Damit Grenzsteine nicht ungeahndet versetzt werden konnten, wurden darunter Zeichen aus dauerhaftem Material, z.B. Tonröhrchen, verborgen, die nur der Gruppe der maximal sieben Feldgeschworenen eines Ortes bekannt waren.

Artikel vom 17.01.2023
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