Wo soll es hingehen?

Olympiapark: Was war vor genau 50 Jahren?

Am Olympiastadion war damals der Anfang und das Ziel des Marathons. Symbolbild: dm

Am Olympiastadion war damals der Anfang und das Ziel des Marathons. Symbolbild: dm

Olympiapark/München · Ja wo laufen sie denn? Das war die große Frage, eineinhalb Jahre vor Beginn der Sommerspiele 1972. Im Großen und Ganzen stand ja längst fest, welche Sportarten und Disziplinen in welchen Stadien und Arenen stattfinden sollten. Doch bei drei Wettkämpfen herrschte noch Unklarheit: Beim Marathonlauf und bei den beiden Entscheidungen im Gehen, über die 20 und die 50 Kilometer.

Erstmals im Januar 1970 hatte sich das Organisationskomitee über mögliche Streckenführungen beratschlagt. Von Anfang an stand dabei fest, dass Start und Ziel jeweils im Olympiastadion liegen sollten. Im März 1971, vor genau 50 Jahren, fiel dann die Entscheidung.

So führte die Marathon-Route aus dem Olympiapark vorbei am Olympischen Dorf Richtung Westen, über den Georg-Brauchle-Ring und die Allacher Straße bis Untermenzing und zurück zum Nymphenburger Schlosspark. Über eine lange Schleife durch Gern und Neuhausen weiter durch den Hirschgarten zur Nymphenburger Straße, von dort zum Königsplatz und Odeonsplatz. Weitere markante Punkte: Ludwigstraße, Englischer Garten bis zur Wendeboje am Aumeister.

Über Schwabing und die Karl-Theodor-Straße dann zurück zum Olympiapark, wo Olympiasieger Frank Shorter bekannter maßen nur als Zweiter ins Stadion kam: Ein 16-jähriger Schüler hatte ihm die Schau gestohlen und war mit einer selbstgemalten Start?nummer unter dem Jubel des Publikums durchs Marathontor eingelaufen. Wer sich die Route (www.alltrails.com /de/explore/map/marathonstrecke-olympische-spiele-1972-munchen) anschaut, erkennt übrigens die ganz bewusst gewählte Ähnlichkeit des Streckenprofils mit den Umrissen des Olympia-Maskottchens Waldi.

Auch die Wettbewerbe im Gehen begannen und endeten im Olympiastadion, auf der 20 Kilometer-Distanz begnügten sich die Männer mit fünf Schleifen durch den Stadtteil Gern, über die 50 Kilometer drehten sie ihre Runden im Nymphenburger Schlosspark. Beide Male holte übrigens ein deutscher Geher Gold, Peter Frenkel aus der DDR über die 20 km und der eben im Januar 2021 verstorbene Bernd Kannenberg über die 50 Kilometer. Beide kamen übrigens als Erste im Olympiastadion an, ungestört und schnellen Schrittes. Weitere spannende Storys gibt es auf www.olympiapark.de

Artikel vom 06.04.2021
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