Hinschauen, machen, tun

Charity-Verein friends without borders wird drei Jahre jung

"Die Dankbarkeit der Menschen trotz der kargen Lebenssituation in Ghana entschädigt für vieles. Manchmal reicht auch nur ein Lächeln“, so Halbig. Petra Halbig blickt auf drei Jahre Charity zurück - und nach vorn. Fotos: Petra Halbig

"Die Dankbarkeit der Menschen trotz der kargen Lebenssituation in Ghana entschädigt für vieles. Manchmal reicht auch nur ein Lächeln“, so Halbig. Petra Halbig blickt auf drei Jahre Charity zurück - und nach vorn. Fotos: Petra Halbig

Unterschleißheim · Drei Jahre jung und schon so viel erreicht. Der Unterschleißheimer Verein friends without borders kann im Juni auf sein dreijähriges Bestehen zurückblicken. Seit der Gründungsversammlung am 1. Juni 2016 ist viel passiert – in Unterschleißheim und im westafrikanischen Ghana, wo der Verein mit verschiedenen Entwicklungshilfeprojekten tätig ist.

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Als die Vorsitzende Petra Halbig Anfang 2016 zum ersten Mal in Mafi Dadoboe und Mafi Wute war, kam sie mit einer langen Liste von möglichen Projekten zurück nach Deutschland. Die Entscheidung, etwas zu tun, fiel bei ihr schnell. Etwas zurückgeben, helfen, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen, war die Motivation von Halbig, einen Verein zu gründen, um mit konkreten Maßnahmen die Lebensverhältnisse in den Ortschaften zu verbessern. Viele sichtbare und auch nicht sichtbare Veränderungen sind das Ergebnis der dreijährigen Vereinsarbeit.

Bei Halbigs regelmäßigen Besuchen nehmen auch ständige Gespräche vor allem mit Frauen und Kindern einen großen Raum ein. Dabei versucht sie, behutsam festgefahrene Verhaltensweisen aufzubrechen und - an die örtlichen Verhältnisse angepasst - Ideen und Vorschläge anzubieten.

Bei jedem ihrer Besuche gibt sie den Bewohnern einen prägnanten Satz mit auf den Weg, der die Menschen anregen soll, über ihr Leben, ihre Chancen und mögliche Veränderungen nachzudenken: „Development starts on your mind“, „Everyone is a change maker“ oder „Don't wait for a chance, make a change“ sind nur einige Beispiele dieser Anregungen. Auch bei baulichen Maßnahmen wird immer darauf geachtet, dass die Unterstützung aus Unterschleißheim eine Art Anschubhilfe, Hilfe zur Selbsthilfe, ist. In der Regel wird das Material bezahlt, die Arbeitsleistung wird von den Dorfbewohner eingefordert.

Auch in Unterschleißheim aktiv

Der Verein ist nicht nur in Ghana, sondern auch in Unterschleißheim aktiv. Mit unterschiedlichen Aktionen wird auf die Lebenssituation in den ghanaischen Dörfern aufmerksam gemacht, etwa in Kindergärten und Schulen. „Es gibt noch so viel zu tun", schließt Halbig, "und wenn man sich bewusst macht, wie gut es uns geht und wie einfach helfen ist, dann kann man nicht aufhören." Change the world a little bit! dm

Erste Hilfe aus Unterschleißheim
Einen Überblick über die Projekte, die der Verein durchgeführt hat, sind auf der Homepage www.friends-without-borders.de nachzulesen. Sämtliche Spenden kommen direkt und ohne Umwege in Mafi Dadoboe und Wute an. Der Verein arbeitet ehrenamtlich, die Reisen werden komplett privat finanziert.

Artikel vom 10.07.2019
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