(Stimmkreis 105) Sie haben die Wahl!

Was Sie zum Stimmkreis München-Moosach wissen müssen

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Am Sonntag entscheiden die Bürger über die Zusammensetzung von Landtag und Bezirkstag – auch im Stimmkreis 105.	Foto: ar

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Am Sonntag entscheiden die Bürger über die Zusammensetzung von Landtag und Bezirkstag – auch im Stimmkreis 105. Foto: ar

Moosach-Feldmoching-Hasenbergl-Nymphenburg-Neuhausen · Am Sonntag, 14. Oktober, darf jeder wahlberechtigte Bürger bei der Landtagswahl und Bezirkswahl seine Stimme abgeben. An diesem Tag hat der Wähler die Qual der Wahl zwischen den Kandidaten und Parteien. Hier gilt dasselbe wie bei Monty Phythons Film »Das Leben des Brian«: Jeder nur ein Kreuz.

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In der Stadt München gibt es erstmals neun statt bisher acht Stimmkreise – und somit einen direkt gewählten Abgeordneten mehr. Der Grund dafür ist die gestiegene Einwohnerzahl der bayerischen Landeshauptstadt: Während hier zum Zeitpunkt der Landtagswahl 2013 noch rund 1,40 Millionen Menschen gemeldet waren, waren es zum 31. Juli 2018 fast 1,53 Millionen. Das sind über 100.000 Bürger, also quasi eine Großstadt mehr – ein Zuwachs, dem auch der Landtag als Volksvertretung Rechnung trägt. So wurde der zusätzliche Stimmkreis »München-Mitte« (109) aus der Taufe gehoben.

Der Stimmkreis München-Moosach (105) umfasst die Stadtteile Moosach, Neuhausen, Nymphenburg, Feldmoching und Hasenbergl.

Bei der letzten Landtagswahl 2013 erhielt die meisten Erstwahlstimmen Joachim Unterländer (CSU): Mit insgesamt 23.003 Stimmen verbuchte er 39,5 Prozent. Die SPD holte vor fünf Jahren bei der Erststimme 31,7 Prozent. Es folgten die Grünen mit 9,2 Prozent. Unter der Fünf-Prozent-Hürde waren die Direktkandidaten der Freien Wähler (4,9 Prozent), der FDP (4,6 Prozent), der Linken (2,6 Prozent), der Piraten (2,3 Prozent), der ÖDP (1,7 Prozent) und REP (1,0 Prozent). Gerade bei einem prognostizierten engen Ausgang kann wie 2013 jede Stimme entscheidend sein.

Jeder Münchner sollte daher von seinem Wahlrecht Gebrauch machen – ob nun vorab per Briefwahl oder am Wahltag in der Kabine. Um 18.01 Uhr am Sonntag ist es allerdings zu spät. Wer da jetzt noch wählen will, muss sich fünf Jahre gedulden. Es sei denn, er befindet sich bereits vor 18.00 Uhr im Wahllokal und ist aufgrund des starken Andrangs noch nicht zum Zug gekommen.

Die Wahl muss auf jeden Fall geheim stattfinden. Das heißt, es ist verboten von sich und seinem Stimmzettel in der Wahlkabine ein Selfie zu schießen und der Umwelt darüber zu berichten, dass man ein treuer Staatsbürger ist. Schlimmer noch: Wer aus lauter Begeisterung für eine Partei versucht, gleich zweimal zu wählen, indem er beispielsweise vorgibt seine Wahlkarte verloren zu haben, um sich eine zweite Wahlkarte zu erschleichen, begeht eine Straftat, die mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden kann.

Wie anfangs gesagt, jeder nur ein Kreuz.

Also, nix wie an die Wahlurne und mitentscheiden, wer Bayern künftig regiert und wer den Münchner Norden im Land- und Bezirkstag vertritt.

Artikel vom 10.10.2018
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