Rauf aufs Rad & mitgemacht

Hachinger Tal · Aktion Stadtradeln findet vom 1. bis 21. Juli im Landkreis statt

Sauerlachs Bürgermeisterin Barbara Bogner und ihr Rathausteam freuen sich auf die Stadtradelaktion.	Foto: hw

Sauerlachs Bürgermeisterin Barbara Bogner und ihr Rathausteam freuen sich auf die Stadtradelaktion. Foto: hw

Hachinger Tal · Vom 1. bis 21. Juli heißt es im Landkreis München wieder rauf auf’s Rad und fleißig Kilometer gesammelt. Zum elften Mal findet die Aktion »Stadtradeln« jetzt schon deutschlandweit statt und jedes Jahr werden es mehr Mitstreiter, die das Auto stehen lassen und sich stattdessen auf den Drahtesel schwingen.

In diesem Jahr gibt es allerdings keine gemeinsame Auftaktveranstaltung wie im vergangenen Jahr, dafür aber ein großes Fest zum Abschluss der Aktion. Am 21. Juli wird von 13 bis 18 Uhr zum EBERMUC-Festival auf der Leonhardi-Festwiese in Höhenkirchen-Siegertsbrunn eingeladen. Am 1. November 2017 wurde aus der Energieagentur Ebersberg die Energieagentur Ebersberg-München. Um die Kooperation der beiden Landkreise zu feiern, wurde der Abschlusstag der Stadtradelaktion ausgewählt. Das Fest steht unter dem Motto: »Ein Tag voller Energie!« Hier gibt es jede Menge Attraktionen und Mitmachstationen für die ganze Familie. Auch im Hachinger Tal sind wieder alle Kommunen mit von der Partie. Nicht nur in dieser Zeit, sondern auch während des Jahres fahren viele der Mitarbeiter der Gemeinde Sauerlach mit dem Rad zur Arbeit. »Wir sind ein echtes Radhaus«, freut sich Sauerlachs Bürgermeisterin Barbara Bogner. Sie hofft, dass sich auch heuer wieder möglichst viele Sauerlach an der Aktion beteiligen. Letztes Jahr waren es 58 aktive Radler, die insgesamt 13.845 Kilometer erfahren haben. Damit haben sie 1.966 kg CO2 eingespart. Sieben Teams waren beteiligt und der aktivste Radler war Peter Scherrer mit 2.296 Kilometern. Als aktivster Gemeinderat trat Axel Horn in die Pedale, er kam immerhin auf 261 Kilometer. Die Gemeinde lässt es sich auch nicht nehmen und ehrt die aktivsten Radler, berichtet Barbara Bogner weiter. Damit aber nicht genug, die Gemeinde hat viel dafür getan eine fahrradfreundliche Kommune zu sein. »Wir haben Innerorts zu viel Verkehr, da wäre es gut, wenn mehr Sauerlacher für ihre innerörtlichen Fahrten das Fahrrad nehmen würden«, erklärt die engagierte Bürgermeisterin.

Das Prozedere zum Mitmachen ist indes ganz einfach: Sind die Kommunen unter www.stadtradeln.de gelistet, können sich die jeweiligen Gruppen dort eintragen. Personen, die keiner Gruppe angehören, aber trotzdem mitradeln wollen, können sich in der »Offenen Gruppe« eintragen. Drei Wochen lang wird jeder Kilometer der einzelnen Mitstreiter gezählt, bevor am Ende der Sieger gekürt werden kann. Anmelden dürfen sich bei den jeweiligen Gemeinden die direkten Bewohner und alle die, die in der Kommune arbeiten, allerdings darf jeder Teilnehmer nur in einer Gruppe gelistet sein. Auch die Gemeinde Taukirchen zählt hier zu den »Wiederholungstätern« im Landkreis München. »Ich hoffe, dass wir unser sehr gutes Ergebnis vom letzten Jahr dieses Jahr noch toppen werden«, erklärt Bürgermeister Ullrich Sander zu der Aktion Stadtradeln. Taufkirchen landete mit seinen 38.277 erradelten Kilometern im vergangenen Jahr auf Rang 9 im Landkreisranking. In Punkto »Fahrradaktives Kommunalparlament« schaffte es Taufkirchen sogar auf Platz 4. Hier hatte die Gemeinde Ottobrunn die Nase vorn, sie war im Landkreis die Gemeinde, die das fahrradaktivste Kommunalparlament aufweist. Gefolgt auf Platz 2 von Hohenbrunn, Haar (3. Platz). Auf Platz 5 landete die Gemeinde Neubiberg. Am fleißigsten traten im vergangenen Jahr in Taufkirchen die Mitglieder des Bund Naturschutz in die Pedale, sie fuhren gemeinsam 16.437 Kilometer und sparten damit 2.334 kg/CO2 ein. Insgesamt meldeten sich zwölf Teams mit 165 Teilnehmern für die Aktion an und fuhren insgesamt 38.276,5 Kilometer, was einer CO2-Vermeidung von 5.435,3 kg entspricht. Eine deutliche Verbesserung zu 2016 als Taufkirchen mit 99 Radlern am Start ging. Diese erstrampelten damals 21.834 Kilometer, womit 3.100 kg CO2 eingespart wurden.

Auch Unterhachings Bürgermeister Wolfgang Panzer hofft, dass sich wieder viele Mitstreiter finden werden, denn nicht nur der Umwelt, auch dem innerörtlichen Verkehrsfluss tut es gut, wenn mehr und mehr aufs Fahrrad umsteigen. »Ein Großteil des innerörtlichen Verkehrs stammt von den Unterhachingern selber, da ist es absolut wünschenswert, dass einige Bürger davon ihre Autos stehen lassen und statt dessen aufs Rad umsteigen«, berichtet Wolfgang Panzer. Der geht mit gutem Beispiel voran und nutzt, wenn es das Wetter und die Entfernung zulassen das Dienstrad. Die Dienst-Pedelecs, die die Gemeinde für ihre Mitarbeiter angeschafft hat, sind bei passendem Wetter ständig in Betrieb, freut sich der Unterhachinger Rathauschef. Um den Bürgern das Rad dauerhaft schmackhafter zu machen, wurde jetzt mit der MVG ein neuer Vertrag abgeschlossen. Ab Herbst wird das Angebot der MVG-Räder auch in Unterhaching gelten und dort neun Abhol- und Bringstellen eingerichtet. Dass in Unterhaching das Radeln populär ist, zeigen die Zahlen, immerhin landete die Gemeinde unter den Top 10 der fahrradaktivsten Kommunen im Landkreis. Genau genommen auf Platz 4. Ottobrunn landete hier auf Platz 5 und Neubiberg auf Platz 8. Natürlich ist auch Oberhaching wieder mit von der Partie. Seit 2015 beteiligt sich Oberhaching an der Aktion. Überhaupt engagiert sich Oberhaching mit vielfältigen Aktionen wie beispielsweise dem sogenannten »Sattelfest«, das im Rahmen des Straßenfestes am zweiten Sonntag im Juli stattfindet oder der Aktion »Autofrei zur Schule«, dafür dass seine Bürger aufs Rad umsteigen. hw

Artikel vom 14.06.2018
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