Veröffentlicht am 31.01.2012 09:48

Neue Wege für Miteinander e.V.

„Der Miteinander-Verein steht hinter seinen neuen zwei Diakoninnen.” Marina Müller, Karl Zettl, Michaela Urbanek und Beate Dürrschmidt (v.l.). (Foto: US)
„Der Miteinander-Verein steht hinter seinen neuen zwei Diakoninnen.” Marina Müller, Karl Zettl, Michaela Urbanek und Beate Dürrschmidt (v.l.). (Foto: US)
„Der Miteinander-Verein steht hinter seinen neuen zwei Diakoninnen.” Marina Müller, Karl Zettl, Michaela Urbanek und Beate Dürrschmidt (v.l.). (Foto: US)
„Der Miteinander-Verein steht hinter seinen neuen zwei Diakoninnen.” Marina Müller, Karl Zettl, Michaela Urbanek und Beate Dürrschmidt (v.l.). (Foto: US)
„Der Miteinander-Verein steht hinter seinen neuen zwei Diakoninnen.” Marina Müller, Karl Zettl, Michaela Urbanek und Beate Dürrschmidt (v.l.). (Foto: US)

Ein Jahr lang hat Harriet Wallman die Diakonin Marina Müller in ihrer Elternzeit vertreten. „Sie war eine würdige Nachfolgerin“, lobt Anneliese Bradel vom Verein Miteinander e.V. „und hat sich, obwohl sie keinerlei Berufserfahrung hatte, hervorragend eingearbeitet.“ Doch im März ist die Vertretungszeit um und Wallman geht mit besten Empfehlungen aus Martinsried nach Geretsried.

„Unsere Marina hatte schon angekündigt, dass sie wieder zurück kommt. Und sie hat einen Anspruch darauf“, bekräftigt Bradel. Ganz verlassen möchte Müller die Elternzeit aber doch nicht. „Ich hätte nur ganztags zurückgekonnt“, so Müller. „Aber die Arbeitszeit einer Diakonin beinhaltet einfach viele Abende und Wochenenden. Deshalb war ich auf der Suche nach einer Halbtagsvariante.“

In Michaela Urbanek hat Müller eine Gleichgesinnte gefunden. Auch sie hat ein Kleinkind zu betreuen und möchte auf ihre Arbeit als Diakonin nicht verzichten. Ihre Idee: die Diakonstelle in zwei teilen. „Im Dekanat Fürstenfeldbruck war man zum Glück positiv eingestellt“, erklärt Urbanek. Und auch im Miteinander-Verein sind wir willkommen. Nun ist es beschlossene Sache: Am 15. März fangen wir an.“

„Marina ist das Gesicht von Miteinander“

„Wir freuen uns auf Marina und Michaela und sehen dem Jobsharing-Experiment aufgeschlossen entgegen“, versichert auch Beate Dürrschmidt, die Vereinsvorsitzende von Miteinander. „Marina ist einfach das Gesicht von Miteinander. Sie ist bei den Sponsoren bekannt, macht eine wirklich tolle Arbeit und ist ganz einfach beliebt“, ergänzt Bradel.

Mit den zwei jungen Müttern komme sicher noch mehr Schwung in die Kinder- und Jugendarbeit. „Wir im Verein sehen das Jobsharing ganz pragmatisch, denn wir denken, dass zwei halbe Diakoninnen viel engagierter arbeiten, sich auch mal austauschen und nicht zuletzt aushelfen, wenn eins der kleinen Kinder krank ist.“ Mit dem hohen Anspruch vom Verein sei diese Art von Jobprogramm auf jeden Fall vereinbar.

„Wir sind uns schnell einig geworden, wie wir uns die Stelle am besten teilen können“, verrät Müller. „Ich übernehme die religionspädagogischen Einheiten im Kindergarten, bin im Dietrich-Bonhoeffer-Haus und kümmere mich um die Familien. Michaela ist für die Konfirmanden und Jugendlichen Ansprechpartner.“

Die Sonder-Konstellation der Jugend- und Sozialarbeit der evangelischen Kirche in Gräfelfing, Lochham, Planegg-Ost und Martinsried, nämlich dass die halbe Diakonstelle von der Kirche und die andere halbe vom Verein finanziert wird, bleibt weiter bestehen. „Wir finanzieren weiterhin eine ganze Diakon-Stelle, und zwar zur Hälfte“, erklärte Beate Dürrschmidt. „Da bleibt alles wie gehabt.“

north