Veröffentlicht am 23.11.2010 12:07

Hier bin ich daheim

Für Cornelia Corba ist Krailling ein zauberhafter Ort mit ländlichem Flair. Im Bild die Kirche St. Margaret an der Würm. (Foto: US)
Für Cornelia Corba ist Krailling ein zauberhafter Ort mit ländlichem Flair. Im Bild die Kirche St. Margaret an der Würm. (Foto: US)
Für Cornelia Corba ist Krailling ein zauberhafter Ort mit ländlichem Flair. Im Bild die Kirche St. Margaret an der Würm. (Foto: US)
Für Cornelia Corba ist Krailling ein zauberhafter Ort mit ländlichem Flair. Im Bild die Kirche St. Margaret an der Würm. (Foto: US)
Für Cornelia Corba ist Krailling ein zauberhafter Ort mit ländlichem Flair. Im Bild die Kirche St. Margaret an der Würm. (Foto: US)

Die Kraillinger Schauspielerin und Sängerin Cornelia Corba fühlt sich ihrem Heimatort eng verbunden. Hier bekam sie ersten Ballett- und Musikunterricht, bevor sie mit zwölf Jahren wegen besonderer Begabung am Richard-Strauß-Konservatorium in München Gesang, Gitarre, Klavier, Schlagzeug und Conga studierte.

Sie wirkte bisher in weit über 60 Film- und Fernsehproduktionen 60 Produktionen mit. Aktuell ist sie als June Carter im Musical „The man in black“ über Johnny Cash zu sehen und promotet ihre Weihnachts-CD „ Weihnachtslounge“:

Sie sind ein Kraillinger Kindl. Was bedeutet der Ort für Sie?

C.C.: Krailling ist meine Heimat im besten Sinne des Wortes. Hier verbrachte ich eine sehr glückliche Kindheit, mit einer Pferdekoppel neben dem Haus, im Sommer eine Wiese voll Mohnblumen, dem Wanderzirkus und einem Schlangenweg, den ich Gitarre spielend entlang lief. Obwohl jetzt der Ort fast völlig bebaut ist, hat er doch sein ländliches Flair behalten. Es gibt eine Grundschule, in die man zu Fuß geht, ein Rathaus, in dem man nicht nur gut beraten wird, sondern das mit Ausstellungen, einer Bibliothek und kulturellen Veranstaltungen in ein gesellschaftliches Netz eingebunden ist.

Außerdem finde ich die Kraillinger Innovative Meile die schönste und zweckmäßigste Lösung einer örtlichen Industrieanlage, die ich kenne.

Liegt bei solch enger Verwurzelung mit Ihrem Ort auch Ihr künstlerischer Erfolg hier begründet?

Ja, der Grundstein für meine heutige Arbeit als Musical-Darstellerin wurde sehr wohl in Krailling gelegt. An der Tanzschule des hervorragenden Choreografen und Tänzers, Heinz Kiesel, der leider viel zu früh verstarb, studierte ich Jazz– und Stepptanz. Hier trainierten übrigens auch die Kessler-Zwillinge.

Verraten Sie Ihre absolute Lieblingsecken in Krailling, die Sie Ihren Besuchern gern herzeigen?

Da gibt es so einige. Am Weiher sehe im Sommer den Enten und im Winter den Eisläufern und Eisstockschießern zu. Ich besuche die Rehe und Hirsche beim Bauhof und liebe den Fußweg nach Maria Eich, den wir Kinder jeden Sonntag an der Seite unserer Eltern liefen, und wo wir in der Kapelle eine Kerze anzünden durften. Heute kann es passieren, dass ich dort die wunderbare Kollegin Veronika Fitz treffe.

Übrigens war der Grund, warum meine Eltern und Großeltern hierher zogen, die damalige Dreiviertelmaß der Kraillinger Brauerei, zu der die Männer der Familien pilgerten. Ich selbst habe meinen Lebenspartner, der das Würmtal sehr liebte, an einem warmen Sommerabend dort kennen gelernt (Anm. d. Red: Thomas Fuchsberger, der Mitte Oktober verstarb).

Gibt es denn auch Dingen in Krailling, die Sie stört oder die Sie am liebsten verändern möchten?

Es stört mich gar nichts. Wenn es vom Platz her möglich wäre, dann würde ich mir eine Art kleines Zentrum wünschen, wo man Geschäfte, Restaurants und ein Kino zu Fuß erreichen kann.

Sie beschäftigen sich also trotz Ihres vollen Terminkalenders mit den Vorgängen in der Gemeinde?

Ja, sehr gern. Im Sommer konnten wir zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Rektorin der Grundschule Krailling, Frau Hermine Freystätter, mit allen Lehrern, dem Elternbeirat und dem Förderverein für die José-Carreras-Leukämie-Stiftung, eine erfolgreiche Spendenaktion durchführen. Das war mir als Stiftungsbotschafterin ein sehr großes Anliegen. Wenn ich Zeit habe, trete ich übrigens auch gerne auf dem von unserer Bürgermeisterin Christine Borst erfolgreich ins Leben gerufenen Kult Art Festival auf.

Welche nächsten Projekte warten denn auf Sie?

Ab Mitte November gehe ich wieder auf Tournee mit dem Musical „The man in black“ über Johnny Cash, den größten Countrysänger aller Zeiten. Das Musical wurde übrigens mit dem Inthega Preis prämiert. Ich spiele dabei die Rolle der Countrysängerin June Carter, der großen Liebe von Johnny Cash. Vom 25. Januar bis zum 19. Februar 2011, gastiere ich mit dem Musical an der Komödie im Bayerischen Hof. Und am 23. Dezember um 16 Uhr, gebe ich in München auf dem Tollwood Winterfestival im Andechser Zelt ein Weihnachtskonzert mit internationalen Weihnachtsliedern. Ich habe diese Lieder auch auf einer CD mit dem Titel „Weihnachtslounge“ gesungen und Alfons Schuhbeck hat Rezepte für internationale Weihnachtsleckereien beigefügt.

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