Veröffentlicht am 22.10.2026 10:39

Zahl der Straftaten in Unterhaching gestiegen

Der Leiter der PI 31, 1. Polizeihauptkommissar Siegfried Graf, gab einen Überblick über das Kriminalitätsgeschehen in Unterhaching. (Foto: hw)
Der Leiter der PI 31, 1. Polizeihauptkommissar Siegfried Graf, gab einen Überblick über das Kriminalitätsgeschehen in Unterhaching. (Foto: hw)
Der Leiter der PI 31, 1. Polizeihauptkommissar Siegfried Graf, gab einen Überblick über das Kriminalitätsgeschehen in Unterhaching. (Foto: hw)
Der Leiter der PI 31, 1. Polizeihauptkommissar Siegfried Graf, gab einen Überblick über das Kriminalitätsgeschehen in Unterhaching. (Foto: hw)
Der Leiter der PI 31, 1. Polizeihauptkommissar Siegfried Graf, gab einen Überblick über das Kriminalitätsgeschehen in Unterhaching. (Foto: hw)

Insgesamt lebt es sich in Unterhaching sicher, lautete das Fazit des 1. Polizeihauptkommissars Siegfried Graf bei seinem Rückblick auf das Einsatzgeschehen der PI 31. Die Häufigkeitszahl (Straftaten je 100.000 Einwohner) gebe Aufschluss darüber, dass man im Landkreis München, der sich zahlenmäßig noch unter dem Wert von München befinde, noch im Land der Glückseligen lebe. Während die Häufigkeitszahl in München 5.798 beträgt, kommen Städte wie Berlin auf 13.642 oder Köln auf 11.670. In Unterhaching liegt diese Zahl bei 4.006.
Leider müsse er mitteilen, dass die Anzahl an Straftaten in Unterhaching von 2024 auf 2025 gestiegen sei. In Unterhaching stieg die Zahl von 939 Straftaten auf 1.067, während sie im übrigen Gebiet des Hachinger Tals minimal fiel (von 2.113 auf 2.111.). So stieg die Einsatzzahl der Mitarbeiter der PI 31 von 9.9697 auf 11.937. Angestiegen sei auch die Zahl der Einbrüche in Unterhaching, hier wurden 2025 16 Taten gemeldet, 2024 waren es lediglich 6.
Bedauerlich sei die Tatsache, dass die Rohheitsdelikte ebenso wie die Diebstähle zugenommen haben. Auch die Zahl der gestohlenen Fahrräder (2024: 106) sei auf 138 gestiegen.

Weiterhin viel zu tun für die Polizei

Bei den Rohheitsdelikten stieg die Zahl von 164 auf 174 (+ 6 Prozent). 120 Mal wurde dabei ein Körperverletzungsdelikt begangen, 2025 waren es noch 115.
Die Zahl der Betrugsdelikte ist von 96 (2024) auf 97 gestiegen. Immer wieder gebe es im Gebiet Trickbetrug und Schockanrufe, die sehr zu bedauern seien und einen hohen Schaden anrichten würden. „Die Polizei wird Sie nie dazu auffordern Bargeld oder Wertgegenstände auszuhändigen. Wenn Sie dazu am Telefon aufgefordert werden, handelt es sich garantiert um einen Betrüger”, warnte Siegfried Graf. Aber nicht nur per Telefon versuchen Betrüger die Landkreisbürger um ihr Hab und Gut zu erleichtern, sondern mittlerweile auch per WhatsApp. Fast gleich geblieben ist die Zahl der Sachbeschädigungen, hier wurden im Jahr 2024 200 Vorfälle gezählt, im Jahr 2025 waren es 194. Auch in Sachen Rauschgiftdelikte sank die Zahl abermals von 22 auf 11 Vorfälle. Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stieg um 550 Prozent von 10 auf 65 Vorfälle, davon vier Vergewaltigungen. Die hohe Zahl ließe sich aber auf die Verhaftung von zwei Personen im Bereich der Kinderpornografie zurückführen, da jedes einzelne Bild im Internet eine gesonderte Straftat darstelle.

Im Zweifel immer die 110 wählen

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle ist bedauerlicherweise von 483 auf 523 gestiegen. Dabei gab es 51 leicht und 9 schwer Verletzte und eine getötete Person zu beklagen. Gesunken ist die Zahl der Fahrradunfälle von 37 auf 34. Zum Glück habe es hier ebenfalls keine getötete Person gegeben, ab 29 leicht und 7 schwer verletzte. Leider haben sich auch drei Schulwegunfälle ereignet. Zum Glück für alle Beteiligten seien die Kinder nur leicht verletzt worden. Sein ausdrücklicher Dank galt allen, die sich im vergangenen Jahr als Schulweghelfer oder bei der Sicherheitswacht engagiert hätten. Sie hätten dazu beigetragen, die Sicherheitslage zu verbessern. Sorge bereitete ihm die Zunahme an Trunkenheits- und an Drogenfahrten. Auch in 2026 sei hier schon wieder eine Steigerung zu erkennen. Eine Fahrt unter Drogen- oder Alkoholeinfluss sei kein Kavaliersdelikt, mahnte Siegfried Graf.

north