Wie die Münchner Wochenanzeiger bereits unter www.wochenanzeiger.de/31-jaehrige-faellt-gewaltdelikt-zum-opfer/cnt-id-ps-4fe4a761-b0c2-4893-ac8a-91248dabdaaf berichteten, wurde am Donnerstag, 19. März, gegen 19.30 Uhr eine 31-jährige Frau in einer Wohnung in Moosach tot aufgefunden. Im Rahmen des Polizeieinsatzes ergaben sich Hinweise, dass sie Opfer eines Gewaltdeliktes geworden war. Als Tatverdächtiger wurde ein 32-jähriger türkischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in München ermittelt und festgenommen. Der Ermittlungsrichter hat gegen ihn Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.
Nun zeigte sich im Rahmen der Ermittlungen, dass von dem Handy des Opfers am Tattag, gegen 3 Uhr, beim Notruf der Polizei angerufen worden war. Da Zweifel daran entstanden, dass der den Anruf entgegennehmende Polizeibeamte im Anschluss an das Telefonat alle erforderlichen Maßnahmen in die Wege leitete, setzte das Polizeipräsidium das zuständige Bayerische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft München I hierüber in Kenntnis.
Das Verhalten des Polizeibeamten und der Inhalt des mutmaßlichen Notrufs werden nun vom Bayerischen Landeskriminalamt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München I überprüft. Der Polizeibeamte wird bis auf Weiteres nicht mehr in der Notruf- und Anzeigenaufnahme eingesetzt. Es gilt die Unschuldsvermutung. Weitere Informationen sind aus ermittlungstaktischen Gründe derzeit nicht möglich.