Kaum ein Verein kann auf so eine lange Tradition zurück blicken wie die Schäffler. Die Entstehung des Schäfflertanzes datiert auf das Jahr 1517. Der Grund für den Tanz, der bis heute alle sieben Jahr in München und dem Landkreis München gezeigt wird, war allerdings kein besonders fröhlicher. Nach dem die Pest in München schlimm gewütet und mehr als 15.000 Menschen in den Tod gerissen hatte, schlossen sich die Menschen zuhause ein, um sich vor Ansteckung und Krankheit zu schützen. Um das Leben in der Stadt München wieder in Schwung zu bringen, beschlossen die Schäffler (die Fassmacher, Anm. der Red.) der Angst ein Ende zu bereiten und die Menschen wieder auf die Straße zu locken. So studierten sie einen kunstvollen Tanz ein und zeigten diesen bei lauter Musik auf den Straßen. Angelockt von fröhlichen Klängen sollen die Menschen sich wieder auf die Straße getraut haben, so viel zur Überlieferung.
Seitdem tanzen die Schäffler alle sieben Jahre, angefangen vom 6. Januar bis zum Faschingsdienstag. Eine Ausnahme von dieser Regel machten sie allerdings im Juni 2022, wo sie im Landkreis auftraten, um die Leute nach der Corona-Pandemie, wieder vor die Häuser zu locken. Lange Bitten mussten sie indes in Unterhaching nicht, zahlreiche Bürger strömten auf den Rathausplatz, um dort gemeinsam die Schäffler zu feiern.