Am 12. März findet um 19:00 Uhr im Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching in der Jahnstraße 3, ein Gespräch über Freiheit, Menschenrechte und den Wert der Demokratie statt.
Diktatur und Dunkelheit gehören zusammen. Nichts fürchten Diktatoren mehr wie das Licht einer selbstbewussten Öffentlichkeit, in dem Tatsachen nicht verdreht oder gar verheimlicht werden können. Aus diesem Grund gehören unabhängige Journalistinnen und Journalisten weltweit zu ihren ersten Opfern. Dies gilt ganz besonders für das kleine Land Eritrea in Ostafrika und die Journalistin, Autorin und Dichterin Yirgalem Fisseha Mebrahtu.
Bis zu ihrer Verhaftung 2009 war sie Programmdirektorin des Bildungssenders Radio Bana. Sie saß 6 Jahre ohne Gerichtsverfahren im Militärgefängnis Mai Serwa. 2018 gelang ihr schließlich die Flucht, durch die Wüste, übers Mittelmeer. Über das Writers-in-Exile Programm des PEN Deutschlands gelangte sie nach München.
Der totalitären Obrigkeit in ihrem Heimatland bietet sie weiter die Stirn, nun von hier aus. Sie ist nicht gewillt, über die Menschenrechtsverletzungen und die Unfreiheit in ihrem Land zu schweigen - über den Preis, der mit dem Verlust einer auf Recht und Respekt basierenden Lebensweise einhergeht. Darum gehen ihre Gedichte, Briefe, Essays und Kurzgeschichten in ihrer Bedeutung immer schon weit über ihre Heimat am Horn von Afrika hinaus. Mit Tanja Kinkel veröffentlichte sie die Korrespondenz „Freiheit in Briefen“. Die Schriftstellerin Tanja Kinkel ist Mitglied des PEN Deutschland und hat mehr als ein Dutzend Romane veröffentlicht. Sie ist Präsidentin der internationalen Feuchtwanger Gesellschaft und gründete 1992 die Kinderhilfsorganisation Brot und Bücher e.V..
Die Veranstaltung findet in englischer und deutscher Sprache statt. Die deutschen Texte liest die Performerin, Schauspielerin und Sprecherin Ruth Geiersberger. Der Eintritt ist frei.