»Und vielleicht wird mich Europa lieben « unter diesem Motto veranstaltet die Israelische Kultusgemeinde in der Prinzregentenstraße 91/Rgb, am Donnerstag, 9. März, 20 Uhr, einen Dia-Vortrag über die Beziehung zwischen Marc Chagall und dem deutschen Publikum.
verbreitete sich ab 1913 gerade von Deutschland aus. Hier lebten erste, von seinen Arbeiten begeisterte Sammler und Galeristen, Museumsfachleute und Kunsthistoriker. Hier war er aber auch unmittelbar ab 1933 den Hetzkampagnen des NS-Regimes gegen die Moderne ausgesetzt und wurde mit Bezeichnungen wie »jüdisch-bolschewistischer« Künstler diffamiert.
Sein Werk verkörperte
den Inbegriff so genannter »entarteter Kunst«. Nach 1945 geriet die Chagall-Rezeption ganz unter das Vorzeichen der Verdrängung der jüngsten Geschichte um die deutsch-jüdische Versöhnung, Chagall avancierte als »Maler der Bibel« zum Lieblingsmaler des deutschen Publikums.
Der Eintritt kostet 5 Euro, Kartenreservierung unter Tel. 47 10 67.