Geht es nach den Sozialdemokraten im Bezirksausschuss 16 Ramersdorf-Perlach, dann erfährt der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Münchner Südosten und seinem Umland wohl bald schon eine wesentliche Aufwertung.
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Die Planspiele der Genossen jedenfalls sehen vor, die Untergrundbahn vom heutigen Endpunkt Neuperlach Süd weiter über die Universität der Bundeswehr bis zu deren Campus nach Neubiberg zu führen und schließlich weiter bis ins Gewerbegebiet Taufkirchen fahren zu lassen. Der örtliche Bezirksausschuss unterstützte den Antrag der SPD. Aus Sicht der Stadtteilpolitiker gelte es jetzt, dass die Stadt München das Projekt in enger thematischer Abtimmung mit den Landkreis-Gemeinden Neubiberg, Ottobrunn und Taufkirchen möglichst zeitnah weiter voranbringt. Bereits
der vorberatende Bezirksausschuss-Unterausschuss für Mobilität und Umwelt hatte zuvor für das ehrgeizige Projekt votiert.
Durch den Bezirksausschuss eine bessere Anbindung auch für die Bürgerinnen und Bürger aus dem 16. Stadtbezirk an die pulsierenden Betriebe auch im Landkreis schaffen. Gewerbe-Unternehmen wie Metro, Obi oder Ikea würden aus Sicht des Bezirksausschusses auch von Ramersdorf-Perlach derart stark frequentiert, dass ein Ausbau des unterirdischen Schienenstrangs durchaus geboten sei. Zudem sei im Landkreis ein weiterer Ausbau der Gewerbestrukturen abzusehen. Für die vielen Mitarbeiter sei ebenfalls eine verbesserte ÖPNV-Anbindung auf der Schiene notwendig, um die Landeshauptstadt schnell erreichen zu können.
Durch eine Verlängerung der U-Bahnstrecke werde aus Sicht des Bezirksausschusses auch dem Park-Problem in Neuperlach sinnvoll begegnet. Auswüchse wie etwa am Hanns-Seidel-Platz oder am bisweilen völlig überfüllten P+R-Platz Neuperlach Süd würde sich nicht nur für die Pendler, sondern auch für die Bürger vor Ort die Parksituation wieder deutlich entschärfen. Auch an die Kosten hat man im BA gedacht. So sei bei einer Verlängerung ins Umfeld eine fast durchwegs oberirdische Trassenführung der eigentlichen U-Bahn möglich, was lange und aufwändige Tunnelbauten ersparen könnte.
Auf die eigenen Forderungen explizit eingehen sollen die Münchner Verkehrsbetriebe laut Bezirksausschuss deshalb schon beim nächsten anstehenden Großprojekt in Neuperlach-Süd. Der dort fixierte und geplante U-Bahn-Betriebshof müsse für spätere Bahnverlängerungen dringend so gestaltet werden, dass eine Weiterführung der U-Bahnzüge auch dann noch möglich wäre. Deshalb solle der Betriebshof nicht als eine Art Kopfbahnhof, sondern als Durchgangsstation auf dem weiteren Streckenverlauf in den Landkreis hinein konzipiert werden. Der BA segnete am Ende den Vorstoß der örtlichen SPD einstimmig ab. RedP