Landrat Robert Niedergesäß hat engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Schutz der Kiebitze ausgezeichnet. Die Bodenbrüter sind auch im Landkreis Ebersberg stark gefährdet und auf gezielte Unterstützung angewiesen.
Aktuell begleiten 13 ehrenamtliche Kiebitzhelfer die Vögel während der Brutzeit - vom Balzen über das Brüten bis hin zur Aufzucht der Küken. Sie spüren die Gelege auf und markieren diese,damit sie von den Landwirten bei der Bewirtschaftung der Flächen erkannt und umfahren werden können. Zudem dokumentieren sie den Bruterfolg sowie Verluste von Gelegen, etwa durch Fressfeinde wie Fuchs oder Krähe.
Landrat Robert Niedergesäß dankte den Kiebitzhelfern: „Ohne Ihren außerordentlich engagierten Einsatz wäre das Projekt nicht möglich. Im vergangenen Jahr haben Sie 27 Brutpaare betreut und 15 Küken gezählt. Leider ist das nach 2022 erneut ein Einbruch bei den Zahlen. Es bleibt zu hoffen, dass einige Kiebitzpaare doch unentdeckt gebrütet haben und wir in diesem Jahr wieder mehr dieser besonderen Vögel im Landkreis willkommen heißen können. Ich danke an dieser Stelle auch besonders den Landwirten, die sich ebenso an dem Projekt beteiligen und ohne deren beherzte Unterstützung das auch nicht möglich wäre.”
Die Zahlen der vergangenen Jahre zeigen, wie stark der Kiebitz bestand schwankt: 2022 wurden infolge schlechter Witterungsbedingungen während des Vogelzugs 31 Brutpaare und 22 Jungvögel gezählt - im Jahr darauf registrierte die Untere Naturschutzbehörde 37 Brutpaare und ebenfalls 22 Jungvögel. 2024 zählten die Helfer 34 Brutpaare und 23 Küken.