Der Burschenverein aus Inning ist bekannt für seine Erfahrung beim Maibaumklau – und stellte das auch 2026 eindrucksvoll unter Beweis. Rund 60 Beteiligte – darunter auch einige vom befreundeten Allacher Burschenverein - waren an der Aktion beteiligt. Ziel war ein besonders großer Maibaum in Karlsfeld.
Die Durchführung verlief nahezu perfekt: Innerhalb von nur acht Minuten war der rund 1,5 Tonnen schwere Baum gesichert und abtransportiert – ein logistischer Kraftakt, der höchste Präzision erfordert. Doch kaum hatten die Burschen den Baum erfolgreich über die Ortsgrenze transportiert, kam es zu einem unerwarteten Zwischenfall: Die Polizei wurde auf die Aktion aufmerksam: „Wir waren auf dem Weg nach Hause auf der B471, da wurde der Baum schon zur Fahndung ausgeschrieben. Die Polizei hat uns angehalten wegen Verdacht auf Bandenkriminalität“, plauderte Oberbursch Gerdl im Radio.
Ein Schockmoment mit Happy End: Denn nach intensiver, nächtlicher Brauchtumsdiskussion mit den Beamten und weil auch nichts am geklauten Baum beschädigt wurde, ließ die bayerische Polizei die Inninger ziehen.
Mit viel Kreativität, Teamgeist und einer guten Portion Humor zeigten Vereine und Dorfgemeinschaften im ganzen Freistaat, wie lebendig dieses Brauchtum ist. Antenne Bayern sammelte die außergewöhnlichsten Geschichten und präsentierte die Top 5 der spektakulärsten Maibaumklau-Coups, darunter den der Inninger.