Das Familienzentrum Laim ist seit vielen Jahren eine feste Anlaufstelle für Familien im Münchner Westen. Hier treffen sich Eltern mit Babys und Kleinkindern, Familien tauschen sich aus, Kinder spielen miteinander und Eltern finden Rat, Unterstützung und Gemeinschaft. Das Zentrum in der Valpichlerstraße 36 ist ein offener Ort für Familien aus dem Stadtteil und darüber hinaus.
Zum Angebot gehören Eltern Kind Gruppen, Babykurse, Spielgruppen, offene Treffs, Vorträge zu Erziehungsfragen sowie Kurse rund um Entwicklung, Alltag und Familienleben. Auch Beratung und Austausch finden hier einen geschützten Rahmen. Für viele Familien ist das Familienzentrum über Jahre hinweg ein wichtiger Begleiter durch die ersten Lebensjahre ihrer Kinder.
Nach 34 Jahren verabschiedet sich nun die langjährige Leiterin Christiane Rolny aus ihrer Funktion. Sie hat das Familienzentrum über 34 Jahre hinweg geprägt und zu einem wichtigen Bestandteil des sozialen Lebens in Laim aufgebaut.
„Ich durfte hier unzählige Familien ein Stück ihres Weges begleiten. Zu sehen, wie aus ersten Begegnungen echte Netzwerke entstehen, war immer etwas ganz Besonderes“, sagt Rolny. „Das Familienzentrum war für mich nie nur ein Arbeitsplatz, sondern ein Ort, der mir sehr am Herzen liegt.“
Die Leitung übernimmt küftig Simone Döderlein. Sie bringt viel Erfahrung in der Arbeit mit Familien mit und kennt den Stadtteil gut. Zuvor war sie im KITZ Laim tätig und hat dort bereits zahlreiche Angebote für Familien mitgestaltet. „Das Familienzentrum Laim ist ein unglaublich wichtiger Ort für Familien im Viertel“, sagt Döderlein. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und darauf, gemeinsam mit dem Team neue Ideen einzubringen und das Angebot weiterzuentwickeln.“
Doch während mit der neuen Leitung frische Energie und viele Ideen ins Haus kommen, ziehen zugleich erste dunkle Wolken auf. Nach 25 Jahren wurde der Mietvertrag für die Räume gekündigt. Das Familienzentrum muss seine bisherigen Räume Ende 2026 verlassen.
Der Kinderschutzbund München, zu dem das Familienzentrum gehört, sucht nun dringend eine neue Bleibe im Stadtteil Laim. Ziel ist es, das Angebot weiterhin vor Ort aufrechterhalten zu können.
„Denn gerade niedrigschwellige Orte wie das Familienzentrum sind für viele Familien unverzichtbar. Hier entstehen Kontakte, hier finden Eltern Unterstützung und hier haben Kinder Raum zum Spielen, Lernen und Wachsen.“ erklärt Johannes Merkl, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes München.
Damit Laim weiterhin ein Stadtteil bleibt, in dem Familien einen Ort für Begegnung, Beratung und Kurse finden, braucht das Familienzentrum dringend eine neue Immobilie.
Der Kinderschutzbund München hofft daher auf Unterstützung aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft, um eine passende Lösung im Stadtteil zu finden und die wichtige Arbeit des Familienzentrums Laim auch in Zukunft fortsetzen.