Zehn Grundschulkinder der Grundschule Pfanzeltplatz in München konnten Ende Januar im Rahmen des Mentorenprogramms „Balu & du” erstmals ihre Mentorinnen und Mentoren der Universität der Bundeswehr München kennenlernen - der Startschuss für ein Jahr gemeinsamer Zeit, persönlicher Entwicklung und neuer Freundschaften.
Zehn sogenannte „Moglis” trafen erstmals auf ihre „Balus” - Studierende der Universität der Bundeswehr München, die sie im kommenden Jahr als Mentorinnen und Mentoren begleiten werden. Mit diesem besonderen Kennenlernen begann für Kinderund Studierende ein gemeinsamer Weg, der auf Vertrauen, Zeit füreinander und persönlichem Engagement basiert.
Das bundesweit erfolgreiche Mentorenprogramm „Balu & du” wird seit vielen Jahren durch das kontinuierliche Engagement der Universität der Bundeswehr München ermöglicht. Verantwortlich für die Umsetzung ist die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Esther Moszeik, die das Projekt mit großem Einsatz begleitet. Sie wählt geeignete Studierende aus, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Grundschulkinder in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung zu unterstützen. Das Programm ist wissenschaftlich begleitet und evaluiert - die positiven Effekte auf die Entwicklung der Kinder sind belegt.
Worum geht es beim Programm »Balu und Du«, das bereits in 60 deutschen Städten läuft? Viele teilnehmende Kinder kommen aus Familien, in denen die Eltern aus den unterschiedlichsten Gründen nicht so für ihre Kinder da sein können, wie es manchmal wünschenswert wäre. Hier springt die Mentorin oder der Mentor ein und nimmt das Kind sozusagen an die Hand. Einmal pro Woche treffen sich die Beiden und unternehmen gemeinsam Ausflüge, sie spielen, lesen, kochen oder basteln - kurzum: Sie verbringen auf eine sinnvolle und produktive Weise einen Teil ihrer Freizeit miteinander. Vor allem, wenn Kinder viele Geschwister haben, blieben sie oft auf sich alleine gestellt. Ganz zu schweigen von den alltäglichen Problemen, die das Familienleben belasten. Hier soll »Balu und Du« ein Stück weit Abhilfe schaffen.
Gerade in bevölkerungsreichen Stadtvierteln wie Trudering oder Neuperlach-Ramersdorf fallen solche Programme auf einen fruchtbaren Boden.
Von diesem Engagement profitiert unter anderem die Grundschule Pfanzeltplatz, die seit vielen Jahren Teil des Mentorenprogramms ist. Entsprechend groß war die Freude beim diesjährigen Auftakt. „Dies ist immer ein ganz besonderer Moment. Die strahlenden Augen der Moglis und Balus lassen die Mühe vergessen, die auch ich persönlich in die Organisation investiere”, so Dr. Silke Oswald, Schulleiterin der Grundschule Pfanzeltplatz.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor vor Ort ist zudem das langjährige Engagement von Renate Graf vom Familienzentrum Trudering, die das ehrenamtliche Mentorenprogramm leidenschaftlich unterstützt und maßgeblich zu dessen erfolgreicher Umsetzung beiträgt. Die Universität der Bundeswehr München dankt allen beteiligten Studierenden sowie den Kooperationspartnern an der Grundschule Pfanzeltplatz und im Familienzentrum Trudering für ihr nachhaltiges Engagement. Gemeinsam wird Kindern ein Jahr voller wertvoller Erfahrungen, persönlicher Entwicklung und neuer Freundschaften ermöglicht.