Aktueller Stand zum Coronavirus

Zweite Screeningstelle hat diese Woche am Gymnasium Dorfen eröffnet

Zugang zur Screeningstelle am Gymnasium Dorfen. Foto: LRA Erding

Zugang zur Screeningstelle am Gymnasium Dorfen. Foto: LRA Erding

Dorfen · Die zweite Screeningstelle am Gymnasium Dorfen ist am Dienstag (17. März) planmäßig um 13.00 Uhr in Betrieb gegangen. Die zweite Stelle zur Testung im Landkreis Erding ist ebenfalls an sieben Tagen pro Woche von 9.00 bis 17.00 Uhr in Betrieb.

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Weiterhin gilt auch dort: Eine Testung erfolgt nur nach entsprechender Übermittlung der Daten durch den Hausarzt oder den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Tel. 116 117 (insbesondere bei Fällen am Wochenende).

Das Landratsamt ruft dringend dazu auf, sich an diese Vorgaben zu halten, um die Kapazitäten bei Abstrichen und in Laboren freizuhalten.

Landrat Martin Bayerstorfer hat sich am Dienstag persönlich vor Ort über die getroffenen Vorbereitungen informiert: „Die Zielsetzung ist weiterhin, alle erforderlichen Tests schnell und mit möglichst geringen Wartezeiten durchführen zu können.“ Aus diesem Grund werde bereits am Aufbau einer dritten Screeningstelle im Landkreis gearbeitet. Auch das Bürgertelefon werde weiterhin von Montag bis Sonntag von 8.00 bis 17.00 Uhr die Bürger des Landkreises bei Fragen rund um das Corona-Virus beraten.

Im Bereich des Klinikums Landkreis Erding sind ebenfalls vielfältige Maßnahmen eingeleitet worden. Alle elektiven, also nicht notwendigen Operationen wurden abgesagt, so dass sowohl räumliche als auch personelle Kapazitäten zur Behandlungen von schweren Covid-19-Fällen geschaffen wurden. Auf der Isolierstation stehen bis zu 80 Betten zur Verfügung. Nach Beschaffung der drei neuen Beatmungsgeräte werden insgesamt 22 Beatmungsplätze vorhanden sein. Darüber wurde im Gartengeschoss eine zweite Infektaufnahme geschaffen, um die Patientenströme zu trennen. Um das Ansteckungsrisiko innerhalb des Hauses weiter zu senken, wurde ein generelles Besuchsverbot erlassen.

Aufgrund der Allgemeinverfügung des Staatsministeriums wird in den Schulen des Landkreises eine Notbetreuung vorgehalten. Auch in den Kindertagesstätten werden für Eltern in systemrelevanten Berufen Notgruppen vorgehalten. Vor dem Hintergrund der sehr dynamischen Entwicklung der Epidemie und einer starken Zunahme der Erkrankungsfälle auch in Bayern hat die Bayerische Staatsregierung am 16. März den Katastrophenfall für das gesamte Bundesland ausgerufen und weitere Handlungsmaßnahmen verkündet.

So sind ab Dienstag, 17. März, landesweit alle Veranstaltungen und Versammlungen außerhalb privater Feiern ebenso untersagt wie der Betrieb sämtlicher Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen. Gastronomiebetriebe und Ladengeschäfts des Einzelhandels werden ebenfalls mit Ausnahmen untersagt. Die Bayerischen Staatsministerien für Gesundheit und Pflege sowie für Familie, Arbeit und Soziales haben dazu für den jeweiligen Zuständigkeitsbereich entsprechende Allgemeinverfügungen erlassen.

Darüber hinaus hat sich Landrat Martin Bayerstorfer an Nachbarschaftshilfen gewandt und um Unterstützung insbesondere für Ältere und Alleinstehende Personen geworben, z. B. bei kleineren Einkäufen: „Für jegliche Unterstützung in dieser schwierigen Lage möchte ich mich im Namen des gesamten Landkreises sehr herzlich bedanken.“

Artikel vom 19.03.2020
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