Livia bloggt

Junior-Bloggerin Livia interviewt Umweltministerin Ulrike Scharf

Ich finde es ein bisschen schade, dass über die Nachricht vom Rückbau des Kernkraftwerkes Isar 1 und über das Thema »Abschaltung der Kernkraftwerke und was dann?« so wenig berichtet und auch wenig erklärt wurde. Endlich doch mal eine positive Nachricht für uns Jugendliche.

Deshalb schreibe ich jetzt eben selber darüber, damit man sich einfach mehr darunter vorstellen kann und weil es für mich ein wichtiges und interessantes Thema ist. Ich glaube nicht, dass der Ausstieg aus der Atompolitik ein rein »grünes« Thema ist, denn selbst Bundeskanzlerin Merkel will aus der Atompolitik aussteigen. Was auch seinen Grund hat mit Fukushima und den schlimmen Folgen der Atomkatastrophe. Damit steigt auch Bayern aus der Atompolitik aus und dazu hat der Rückbau des Kernkraftwerkes Isar 1 begonnen. Aber was passiert mit den Kernkraftwerken nach dem Abschalten? Ich frage mich, wie man ein Kernkraftwerk überhaupt abreißt und wohin mit dem verstrahlten und gefährlichen Abfall oder wie lange dauert das alles und vor allem was kommt danach? Diese Fragen habe ich der bayrischen Umweltministerin Ulrike Scharf gestellt. So wollte ich erst einmal wissen, was ich mir unter dem Wort Rückbau vorstellen muss. Warum sagt man nicht einfach Abriss? Dazu hat mir Ulrike Scharf gesagt, dass man bei dem Wort Abriss sofort an einen großen Bagger mit Abrissbirne denkt. Dieses Bild ist aber beim Rückbau eines Kernkraftwerkes viel zu einfach. Der Rückbau oder Abbau eines Kernkraftwerkes erfolgt nur nach sorgfältiger Planung jedes einzelnen Schrittes. Erst wenn nur noch ein Rohbau übrig ist, kommt der Abriss. Zu diesem Zeitpunkt sind keine belasteten Materialien mehr im Gebäude.

Dann war für mich die nächste Frage, wie ich mir diesen Rückbau dann in der Praxis vorstellen muss. Frau Scharf meinte dazu, dass zunächst von Spezialisten alle Teile wie Rohre oder Pumpen ausgebaut, zerlegt und intensiv gereinigt werden. Auch die Wände, Böden und Decken der Gebäude werden aufwendig gesäubert. Dann wird jedes einzelne Stück genau auf eine mögliche Belastung untersucht. Das meiste Material ist nicht mehr radioaktiv. Nur ein kleiner Teil ist radioaktiver Abfall. Der wird in einer Anlage wie Schacht Konrad eingelagert. Natürlich dauert das Ganze ziemlich lang, aber was kommt danach? Wie soll dann in Zukunft in Bayern der Strom produziert werden? Ich als Jugendliche bin sehr für Solar- und Windenergie und wie mir die bayerische Umweltministerin auch bestätigt hat, wird das auch in Bayern mit den anderen Erneuerbaren Energien die wichtigste Quelle für unsere Stromversorgung werden. Deswegen finde ich den Ausstieg aus der Atompolitik bei uns in Deutschland auch so gut. Das gesamte Interview mit Ulrike Scharf kann man auf meinem Blog nachlesen.

Artikel vom 14.03.2017
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