Am Freitag, 15. Mai, gegen 22 Uhr gingen beim Polizeinotruf 110 mehrere Anrufe ein. Dabei wurde mitgeteilt, dass es in der Bunzlauer Straße im Bereich des U- und S-Bahnhofes Moosach zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einer Vielzahl beteiligter Personen gekommen war.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand drangen mehrere Personen mit Tüchern und Sturmhauben maskiert in eine am Bahnhof befindliche Arbeiterunterkunft ein und griffen die dort anwesenden Personen an. Dabei seien auch Messer und Eisenstangen verwendet worden. Die Angreifer konnten unerkannt flüchten. Ein größerer Polizeieinsatz mit über 30 Streifen war die Folge. Umfangreiche Fahndungs- und Spurensicherungsmaßnahmen rund um den Tatort führten bislang nicht zur Ergreifung der Täter.
Vier Männer mit bulgarischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland im Alter von 29 bis 36 Jahren wurden durch die Angriffe verletzt. Einer davon, ein 36-Jähriger, erlitt schwere Verletzungen unter anderem durch einen scharfkantigen Gegenstand. Er kam zur stationären Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus.
Die Täter werden als männlich, rund 20 Jahre alt und hellhäutig beschrieben. Teilweise sollen sie mit österreichischem Dialekt gesprochen haben. Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Bunzlauer Straße und im Bereich des Bahnhofes Moosach Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Wem sind Personen aufgefallen, die außer Atem waren, Gegenstände entsorgten oder wegrannten? Wem sind Fahrzeuge aufgefallen, die schnell von dort wegfuhren?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, Tel. 089/29100, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.