Veröffentlicht am 07.10.2026 11:53

Anbandeln im Museum: In der ASM knüpft man Bande zur Vergangenheit und vielleicht mehr...

Zwei schöne Frauen – eine aus der Antike. In der Archäologischen Staatssammlung dreht sich bei der Langen Nacht der Museen heuer alles um die Liebe. (F.: ASM, Stefanie Friedrich)
Zwei schöne Frauen – eine aus der Antike. In der Archäologischen Staatssammlung dreht sich bei der Langen Nacht der Museen heuer alles um die Liebe. (F.: ASM, Stefanie Friedrich)
Zwei schöne Frauen – eine aus der Antike. In der Archäologischen Staatssammlung dreht sich bei der Langen Nacht der Museen heuer alles um die Liebe. (F.: ASM, Stefanie Friedrich)
Zwei schöne Frauen – eine aus der Antike. In der Archäologischen Staatssammlung dreht sich bei der Langen Nacht der Museen heuer alles um die Liebe. (F.: ASM, Stefanie Friedrich)
Zwei schöne Frauen – eine aus der Antike. In der Archäologischen Staatssammlung dreht sich bei der Langen Nacht der Museen heuer alles um die Liebe. (F.: ASM, Stefanie Friedrich)

Alle Jahre kehrt die Lange Nacht der Münchner Museen wieder. Das Event zeigt die Vielfalt der Ausstellungshäuser und lädt dazu ein, auch Außergewöhnliches zu entdecken. Mit dabei ist am Samstag, 17. Oktober, wieder die Archäologische Staatssammlung (ASM) in der Lerchenfeldstraße 2. Unter dem Motto „All about love” dreht sich dort heuer von 18 bis 1 Uhr alles ums Miteinander. Die Besucher der Kuben am Englischen Garten dürfen sich auf ein Programm freuen, das die Gefühle anspricht und mitten ins Herz trifft.

Wie schrieben Römer Liebesbriefe?

Bereits am Nachmittag, um 14 Uhr, beginnt der Veranstaltungsteil für die kleine Gäste: Bis 17 Uhr können sie beim Kinderprogramm mit dem Museumspädagogischen Zentrum (MPZ) in die Römerzeit eintauchen und viel Interessantes erfahren. Wie lebten die Menschen hier in Bayern vor 2000 Jahren? Wie schrieben die Römer ihre Liebesbriefe und worauf? Welche Liebesschwüre gab es, welche Flüche? Und welche Rolle spielten hierbei die Götter? Diesen und anderen Fragen können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren auf den Grund gehen. In der Museumswerkstatt entstehen nach römischen Vorbildern mit Botschaften gravierte Metalltäfelchen, wie sie sogar bei Wagenrennen eingesetzt wurden. Wer möchte, kann Freundschaftsbändchen knüpfen oder auf einer „Kline” gemütlich Platz nehmen, ganz wie die alten Römer. Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Plätze vor Ort in der Museumswerkstatt sind jedoch begrenzt.

Gemeinsam auf Tour gehen

Wer noch keine passende Begleitung für das Abendprogramm hat, findet in der Archäologischen Staatssammlung vielleicht ein passendes Match. Pinkes Bändchen angelegt und los geht's. Zum Beispiel auf eine der angebotenen Museumstouren: Denn das Team der Archäologischen Staatssammlung lädt ab 19.30 Uhr stündlich dazu ein, das Museum auf Führungen mit passendem Themenfokus näher kennenzulernen und gemeinsam ins Abenteuer Archäologie einzutauchen. Hier die Führungen im Detail:

  • 19.30 Uhr: „Liebe zum Detail – Archäologische Restaurierung”
  • 20.30 Uhr: „Mein Schatz“ – Money makes the world go round”
  • 21.30 Uhr: „Liebe, Lust und Leidenschaft bei den Römern”
  • 22.30 Uhr: „Liebe auf den zweiten Blick – unscheinbare Objekte, große Geschichten”
  • 23.30 Uhr: „Ich liebe es!“
  • 24.30 Uhr: „Sammeln mit Liebe und Leidenschaft”

Lange-Nacht-Drink an der Bar genießen

Ab 19 Uhr spielt stündlich das Duo Fajora mit dem international erfolgreichen Filmkomponisten und Saxophonisten Rainer Fabich ausgewählte Werke zum Thema Liebe. Ein besonderer Stilmix aus Klassik, Jazz, Pop, Welt- und Filmmusik wird die Ohren der Gäste verzaubern. Am Keyboard ist dabei der bekannte Münchner Jazzmusiker und Musikproduzent André Cote Schwager. Und an der Sola-Bar im Museumscafé wartet ein passender Lange-Nacht-Drink – für Frischverliebte und alle anderen. Die Dachterrasse hat bei schönem Wetter zudem bis 22 Uhr geöffnet.

Um Jahrtausende zurückreisen

Von 18 bis 1 Uhr ist die Dauerausstellung des ASM geöffnet. Sie ermöglicht eine Zeitreise durch Bayerns Vergangenheit. Zu bestaunen sind beispielsweise das älteste Objekt des Museums, ein 140.000 Jahre alter Faustkeil aus der Steinzeit, sowie das jüngste, ein Serviergeschirr aus dem ehemaligen Café Deistler, das 1945 im Krieg verschüttet wurde. Zu den herausragenden Stücken der Sammlung zählen zudem ein Mammutstoßzahnfragment mit graviertem Mammut (16.000–12.000 v. Chr.), das älteste Musikinstrument Bayerns, eine steinzeitliche Flöte aus Rehknochen (um 14.000–12.000 v. Chr.), eine keltische Geldbörse mit Goldmünzen aus Manching (3. Jh. v. Chr.), eine Reitermaske der römischen Kaiserzeit aus Straß-Moos im Stil eines Alexanderporträts (2. Jh. n. Chr.), die mittelalterliche Moorleiche aus Peiting (13.–14. Jh. n. Chr.) sowie der größte und schwerste Kleiderverschluss des Mittelalters in ganz Deutschland, die berühmte Bügelfibel aus Wittislingen (um 600 n. Chr.). Weitere Infos zur Archäologischen Staatssammlung gibt es unter der Adresse www.archaeologie.bayern.

Ein Ticket für alle

Bei der „Langen Nacht der Münchner Museen” haben am Samstag, 17. Oktober, von 18 Uhr bis 1 Uhr mehr als 100 Museen, Galerien und besondere Orte in der ganzen Stadt geöffnet. Mit einem einzigen Tickets zum Preis von 20 Euro kann man alle besuchen. Es ist unter muenchenticket.de (zzgl. System- und Vorverkaufsgebühren) sowie bei den beteiligten Museen erhältlich. Sechs Shuttlebuslinien der Münchner Verkehrsgesellschaft verbinden die Veranstaltungsorte und ermöglichen es den Besuchern, ihre ganz persönliche Tour zusammenzustellen. Weitere Informationen zur Langen Nacht der Museen finden sich unter der Adresse muenchner.de/museumsnacht/.

    north