Veröffentlicht am 02.11.2017 15:32

Prachtwetter für verschobene Leonhardifahrt

Zapfige Temperaturen aber prächtiges Wetter hatten die Peißenberger am Dienstag für ihre nachgeholte Leonhardifahrt. (Foto: mka)
Zapfige Temperaturen aber prächtiges Wetter hatten die Peißenberger am Dienstag für ihre nachgeholte Leonhardifahrt. (Foto: mka)
Zapfige Temperaturen aber prächtiges Wetter hatten die Peißenberger am Dienstag für ihre nachgeholte Leonhardifahrt. (Foto: mka)
Zapfige Temperaturen aber prächtiges Wetter hatten die Peißenberger am Dienstag für ihre nachgeholte Leonhardifahrt. (Foto: mka)
Zapfige Temperaturen aber prächtiges Wetter hatten die Peißenberger am Dienstag für ihre nachgeholte Leonhardifahrt. (Foto: mka)

Gleich zwei Schatten lagen auf der diesjährigen Leonhardifahrt im Markt Peißenberg. Zum einen musste der ursprünglich vorgesehene Termin am Sonntag, 29. Oktober, wegen des Orkans „Herwart“ abgesagt werden. Bereits um 6 Uhr in der Früh hatte der Krisenstab getagt und schweren Herzens aus Sicherheitsgründen die Fahrt für diesen Tag abgesagt. Ein Ersatztermin war zwar schnell gefunden, nämlich der einzig in diesem Jahr bundesweite Feiertag „Reformationstag“ zum Gedenken an fünfhundert Jahre Martin Luther, kollidierte jedoch mit dem Feiertag der evangelischen Gemeinde. Die Situation tue ihm zwar leid, erläuterte Pfarrer Georg Fetsch beim anschließenden Gottesdienst, doch habe man sehr schnell entscheiden müssen. Einen Widerspruch zur evangelischen Feier des Reformationstages sah er jedoch nicht.

Rund 10.000 Zuschauer

Von diesem „Wermutstropfen“, wie Fetsch es nannte, einmal abgesehen, war der Ersatztermin jedoch gut gewählt. Wenngleich, besonders in den frühen Morgenstunden stramme Temperaturen herrschten, war jedoch klarer, blauer Himmel und trockenes Wetter angesagt. Prächtige Bedingungen also, die auch an die 10.000 Besucher zur Leonhardifahrt lockte. Die Peißenberger Fahrt dürfte mit ihren 55 Wagen und 260 Pferden zu den größten im Landkreis beziehungsweise im Oberland gehören.

Reges Treiben herrschte schon in den frühen Morgenstunden in der Hauptstraße, der Ludwigstraße und den anliegenden Querstraßen. Überall standen bereits geschmückte Wägen, überall wurde noch letzte Hand an den Schmuck von Ross und Reiter gelegt. Um 9.30 Uhr sollte sich der Zug dann in Bewegung setzen, gegen 9.45 Uhr war es dann soweit: Die Wägen, Pferde und Mitläufer setzten sich in Bewegung, um über die Hauptstraße, die Holzerstraße und die Aichstraße zur kleinen Kapelle „Maria Aich“ zu gelangen, wo Pferde und Reiter gesegnet wurden. Auf der großen Wiese vor der Kapelle sammelten sich dann alle, um nach der Andacht noch bei einer kleinen Brotzeit und dem einen oder anderen Schnaps noch ein wenig zu fachsimpeln.

TV-Team war dabei

Interesse erregte die Peißenberger Leonhardifahrt nicht zuletzt auch beim Bayerischen Fernsehen. Zwar nicht wegen der Fahrt selbst, vielmehr war es der aus dem indischen Kerala stammende Geistliche Pater Georgekutty Joseph, der seit einiger Zeit die Peißenberger Pfarreiengemeinschaft unterstützt. Über ihn dreht das TV-Team gerade eine Dokumentation.

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