Es gibt viele Gründe, das Museum Starnberger See zu besuchen. Nicht nur die Dauerausstellung mit einzigartigen Exponaten zur Kulturgeschichte der Region lockten in diesem Jahr bisher schon rund ein Fünftel mehr Besucher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres ins Museum, sondern auch ein vielfältiges und buntes Veranstaltungsangebot:
Noch bis zum 5. November haben die Besucher Gelegenheit, sich in der Sonderausstellung „Von Booten und Bootsbauern“ über die Geschichte des hiesigen Bootsbaus zu informieren. Schlaglichter werden unter anderem auf den Bau des legendären Prachtschiffes „Buzentaur“ geworfen oder es wird der Frage nachgegangen, wie und wann das Segeln an den Starnberger See gekommen ist.
In einem fotografisch-künstlerischen Teil zeigt der international tätige, in Starnberg lebende Fotograf Stephan Zuber ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Porträts, die er von hiesigen Bootsbauern im letzten Jahr gemacht hatte. Die Fotografien zeigen die Mitarbeiter lokaler Bootsbaubetriebe bei der Arbeit – hautnah und unmittelbar. Die Ausstellung ist nur noch bis zum 5. November jeweils von 10 bis 17 Uhr zu sehen.
Robert Angermayr, seit 22 Jahren leidenschaftlicher Taucher, berichtet am 12. Oktober, 19.30 Uhr im Museum unter dem Motto „Abenteuer Unterwasserarchäologie” über die Faszination, auf dem Seegrund nach Relikten menschlicher Kultur zu suchen. Seine Tauchgänge führen ihn nicht nur zu versunkenen Schiffen, wobei diese Funde sicher zu den spektakulärsten zählen. Dabei sind es nicht nur Jahrtausende alte Hinterlassenschaften, die seine Aufmerksamkeit finden, auch Objekte jüngeren Datums, wie etwa das „Schindelwrack” im Starnberger See haben ihren Reiz.
Fast 130 Jahre sind vergangen, seit sich Münchner segelbegeisterte Künstler und Großbürger zusammengefunden haben und mit dem Segen des bayerischen Königshauses den Bayerischen Yachtclub e. V. gegründet haben.
Michael Ramstetter, seit rund 40 Jahren Mitglied im Bayerischen Yachtclub und Referent für Öffentlichkeitsarbeit, gibt am 26. Oktober, 19.30 Uhr, im Museum zusammen mit ehemaligen Vorständen Einblicke in die spannende Geschichte des Vereins. Der Schwerpunkt des Abends wird auf der Entwicklung seit den 1920er Jahren liegen. Wie positionierte sich der Club in der Zeit des Nationalsozialismus, wie arrangierten sich die Club-Mitglieder mit den amerikanischen Besatzern und welche Ereignisse prägten die Nachkriegszeit?
Das Museum Starnberger See bietet ein spannendes Programm für Kindergarten- und Grundschulgruppen an. Nach einem Besuch der Ausstellung, stehen verschiedene Kreativworkshops zur Auswahl. Sa.: 7. Oktober, 14 bis 17 Uhr: Mein Segelboot aus Ton Sa.: 7. Oktober, 10 bis 13 Uhr: Wir tauchen ab im Starnberger See Sa.: 14. Oktober, 10 bis13 Uhr: Seemannsknoten knoten
Sa.: 28. Oktober, 10 bis13 Uhr: Fledermäuse gestalten – schön gruselig Do.: 2. November, 10 bis13 Uhr: Baumrindenschifferl bauen Do.: 2. November, 14 bis17 Uhr: Wir tauchen ab im Starnberger See Fr.: 3. November, 10 bis 13 Uhr: Blättertanz – herbstlicher Bilderdruck Fr.: 3. November, 14 bis 17 Uhr: Seemannsknoten knoten Sa.: 4.November, 10 bis 13 Uhr: Mein Segelboot aus Ton Sa.: 4. November, 14 bis17 Uhr: Mein Segelboot aus (Streich-)Holz