„Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah”, so heißt es im Sprichwort. Wer in diesem Jahr also keine Fernreise gebucht hat, kommt bei einem Bummel durch das schöne Landsberg am Lech genauso auf seine Kosten. Nutzen Sie also ein Wochenende oder einen freien Tag, um einen Ausflug in das kleine, reizvolle Städtchen zu machen.
Sei es in der Innenstadt, wo schöne Geschäfte zum Schauen und Einkaufen reizen, wo zahlreiche Cafés zum Verweilen drinnen draußen einladen, oder sei es ein ausgedehnter Spaziergang am Lechufer – Entspannung und Zerstreuung findet man hier überall.
Zweimal in der Woche, am Mittwoch und am Samstag, findet der Wochenmarkt statt, wo von 7 bis 13 Uhr auf dem Georg-Hellmeier-Platz und in der Ludwigstraße frisches Obst und Gemüse, Käse, Brot und mehr verkauft werden. Darüber hinaus gibt es zwei Krämermärkte, den „Veitsmarkt“. Der traditionell immer am Sonntag, Montag und Dienstag vor St. Veit, dem 15. Juni, abgehalten wird, und der Kreuzmarkt am Sonntag, Montag und Dienstag vor dem 14. September. Der „St.-Veit-Sonntag“ ist zugleich ein verkaufsoffener Sonntag für die Geschäfte.
Ein ganz besonderes Highlight bietet Landsberg am Samstag, 16. September, von 18 bis 23 Uhr, wenn sich die historische Altstadt für eine Nacht in eine einzigartige Kunstgalerie verwandelt. Hinter jeder Ecke, hinter jeder Türe gibt es Neues, Überraschendes zu entdecken. Malerei und Fotografie, Bildhauerei, Kunsthandwerk, aber auch Performance, Musik und Aktionen erwarten die Besucher an diesem Abend. So unterschiedlich die Künstler und ihre Werke sind, so unterschiedlich sind auch die Orte an denen die Kunst an diesem Abend stattfindet. Kunstinteressierte können auf Entdeckungsreise durch Ateliers, Geschäfte, Galerien und Museen gehen und immer wieder Neues sehen. In den Gassen erklingt Musik und die Stelzer verzaubern das Publikum – und das alles auf einer einzigartigen Bühne, der Landsberger Altstadt.
Natürlich ist Landsberg auch ein überaus geschichtsträchtiger Ort. Das belegen erste, gesicherte Siedlungsspuren, die etwa aus der Zeit zwischen 4000 und 1800 vor Christi datieren. Ein früher Beleg dafür, dass auch schon früher die Menschen den Reiz der Landschaft erkannt und sich daran erfreut haben. Aus der Bronzezeit (etwa 1550 bis 1250 vor Christi) finden sich viele Grabhügelfelder und keltische Viereckschanzen. Zur römischen Provinz Rätien gehörte Landsberg ab dem Jahr 15 vor Christus. Die berühmte „Via Claudia“, die von Augsburg bis nach Verona führte, zog sich westlich des Lechs entlang. Bayerisch wurde Landsberg, wenn man so will, im fünften und sechsten Jahrhundert, als die Alemannen und Bajuwaren davon Besitz ergriffen.