Veröffentlicht am 31.10.2016 10:02

Mehr Zeit fürs Training

Gefragter Verein: Die Fußballplätze der FT Gern liegen an der Hanebergstraße. (Foto: sb)
Gefragter Verein: Die Fußballplätze der FT Gern liegen an der Hanebergstraße. (Foto: sb)
Gefragter Verein: Die Fußballplätze der FT Gern liegen an der Hanebergstraße. (Foto: sb)
Gefragter Verein: Die Fußballplätze der FT Gern liegen an der Hanebergstraße. (Foto: sb)
Gefragter Verein: Die Fußballplätze der FT Gern liegen an der Hanebergstraße. (Foto: sb)

Bei der FT Gern soll abends länger das Licht an bleiben. Der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg (BA 9) fordert die Stadt München auf, auf dem Sportgelände des Fußballvereins an der Hanebergstraße eine längere Nutzung der Flutlichtanlage zu ermöglichen. Einen entsprechenden Antrag der CSU-Fraktion hat das Gremium in seiner jüngsten Sitzung einstimmig so beschlossen. Demnach soll das Flutlicht erst um 22.15 Uhr und nicht wie bisher um 21.15 Uhr ausgeschaltet wird. Damit würde der kürzlich gefasste Beschluss des Sportausschusses der Landeshauptstadt zu den Bezirkssportanlagen analog auch auf die FT Gern angewendet, betonen Kristina Frank und Wolfgang Schwirz.

„Die FT Gern ist ein äußerst erfolgreicher Sportverein im Viertel, der insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit Maßstäbe setzt“, so die beiden Antragsinitiatoren. „Doch wie jeder erfolgreiche Verein stößt die FT Gern an ihre Grenzen, sie kann schon lange nicht mehr alle Aufnahmewünsche erfüllen.“ Rein räumlich könne sich der Verein nicht mehr weiter entwickeln, so dass andere Maßnahmen greifen müssten. Wie der Vorsitzende der FT Gern, Michael Franke, erklärt habe, würde eine Verlängerung der Flutlichtzeiten am Abend die Nutzung der Sportplätze erweitern, es könnten dadurch auch weitere Aufnahmewünsche befriedigt werden. Mit der Entscheidung zur Nutzung der Bezirkssportanlagen bis 22.15 Uhr bestehe nun eine Grundlage, auch für die FT Gern und weitere Sportvereine im Viertel bei Bedarf die Nutzungszeiten am Abend durch geeignete Maßnahmen auszuweiten.

„Bei den Fünf- bis Neunjährigen ist es besonders eng“

Die Münchner Wochenanzeiger sprachen mit Michael Franke, dem 1. Vorsitzenden der FT Gern.

Münchner Wochenanzeiger: Was versprechen Sie sich konkret von einer Verlängerung der Fluchtlichtzeiten?

Michael Franke: Wir können damit die durch das G8 ausgelöste Verschiebung des Trainingsbetriebes für Kinder und Jugendliche nach hinten und die damit einhergehende Enge auf dem Platz durch Verschiebung nach hinten etwas ausgleichen.

Müssen Sie tatsächlich alle Aufnahmewünsche ablehnen?

Nein. Nicht alle. Im Einzelfall kommt es auch vor, dass gerade in einer Mannschaft ein Platz frei wurde. Dies ist in der Regel bei den älteren Jugendlichen der Fall. Im Bereich der Fünf- bis Neunjährigen ist es besonders eng und eher die Regel.

Wie viele Mitglieder und Mannschaften haben Sie aktuell im Verein?

Wir haben zirka 750 Mitglieder bei zirka 420 Kindern und Jugendlichen im Verein. Diese verteilen sich auf drei Senioren-, vier Herren- und 22 Kinder- und Jugendmannschaften.

Befürchten Sie Proteste der Anwohner bei einer Ausweitung der Fluchtlichtzeit?

Eigentlich nicht, zumal das Licht am Kunstrasen kein Wohngebäude direkt anstrahlt und die Landshuter Allee ohnehin für eine relativ hohe Grundhelligkeit in diesem Bereich sorgt. Natürlich sind wir nicht vor Einzelklagen gefeit. Wir werden aber alles versuchen, Probleme mit den Anwohnern zu vermeiden.

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