Veröffentlicht am 02.02.2009 10:48

Hilfe für Menschen ohne Rechte

Spendenübergabe in der Berufsschule (von links): Walter Reimer (stv. Schulleiter), Anne-Katrin Kersten (städt. Schulreferat), Wilhelm Posth, Pater Alberto, Schulleiter Günter Hörlein sowie die Verbindungslehrer Ursula Roßgoderer und Jürgen Hofer. (Foto: job)
Spendenübergabe in der Berufsschule (von links): Walter Reimer (stv. Schulleiter), Anne-Katrin Kersten (städt. Schulreferat), Wilhelm Posth, Pater Alberto, Schulleiter Günter Hörlein sowie die Verbindungslehrer Ursula Roßgoderer und Jürgen Hofer. (Foto: job)
Spendenübergabe in der Berufsschule (von links): Walter Reimer (stv. Schulleiter), Anne-Katrin Kersten (städt. Schulreferat), Wilhelm Posth, Pater Alberto, Schulleiter Günter Hörlein sowie die Verbindungslehrer Ursula Roßgoderer und Jürgen Hofer. (Foto: job)
Spendenübergabe in der Berufsschule (von links): Walter Reimer (stv. Schulleiter), Anne-Katrin Kersten (städt. Schulreferat), Wilhelm Posth, Pater Alberto, Schulleiter Günter Hörlein sowie die Verbindungslehrer Ursula Roßgoderer und Jürgen Hofer. (Foto: job)
Spendenübergabe in der Berufsschule (von links): Walter Reimer (stv. Schulleiter), Anne-Katrin Kersten (städt. Schulreferat), Wilhelm Posth, Pater Alberto, Schulleiter Günter Hörlein sowie die Verbindungslehrer Ursula Roßgoderer und Jürgen Hofer. (Foto: job)

Über 4.600 Euro erwirtschafteten die Schüler der Städt. Berufsschule für den Einzelhandel bei ihrem Weihnachtsbasar, den sie mit ihren Verbindungslehrern Jürgen Hofer und Ursula Roßgoderer alljährlich in der Woche vor Weihnachten organisieren. Dieses Geld spendeten die Schüler wie immer für soziale Zwecke. Schulleiter Günter Hörlein erklärte, dass die Schule dabei lokale Einrichtungen, aber auch Projekte in der Dritten Welt unterstütze.

Am meisten Anklang findet bei den Schülern die Unterstützung der Patenkinder, erzählten Jürgen Hofer und Ursula Roßgoderer. Seit Jahren unterstützt die Berufsschule Jemes-Simon Mboga aus Tansania und Hina Tariq aus Pakistan. Mittlerweile ist ein drittes Patenkind hinzugekommen: Der im März geborene Jhoel Anderson aus Ecuador. Die Schule ermöglicht den drei Kindern die medizinische Betreuung, aber auch den Schulbesuch. 900 Euro aus dem Basarerlös gehen heuer an sie. Mit 1.300 Euro hilft die Schule wie im vergangenen Jahr der Obdachlosenhilfe der Münchner Pfarrei und Abtei St. Bonifaz, 600 Euro fließen dem Verein Interkulturelle Begegnung und Bildung zu. Weitere 600 Euro erhielt das Projekt KulturBras des Vereins zur Förderung hilfsbedürftiger Kinder in Fortaleza / Brasilien und 800 Euro spendeten die Schüler Pater Alberto Martinez Millan (Mision Catolica de Lengua Espanola in der Ridlerstraße), der illegal in München lebende Menschen unterstützt.

Jürgen Hofer wies darauf hin, dass die Schüler trotz der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Schülerzahl einen höheren Umsatz bei ihrem Weihnachtsbasar erwirtschaftet haben: »Wir hatten ein außerordentlich erfolgreiches Jahr!« Dazu trugen auch die Ausbildungsbetriebe der Schüler bei, die viele Sachpreise für die Tombola zur Verfügung stellten, wofür Günter Hörlein sich bedankte. Bei der Spendenübergabe stellte Wilhelm Posth das Projekt KulturBras vor: Der Förderverein unterhält seit 15 Jahren eine Schule in Brasilien, die etwa 120 Kinder (3-15 J.) betreut. Die Schule versucht, den Kindern aus den Favelas Schutz, medizinische Versorgung und Allgemeinbildung zu geben und ihnen eine Perspektive jenseits von Armut und Gewalt zu öffnen.

Pater Alberto berichtete, dass es auch in München Menschen gibt, die ohne Rechte leben, die auf medizinische Versorgung verzichten müssen und deren Kinder keine Schule besuchen können: illegale Immigranten. Ihre Zahl in Stadt und Landkreis wird auf 25.000 bis 40.000 geschätzt. »Diese Menschen kommen aus purer Not nach Deutschland, um ihre Familien ernähren zu können«, so Pater Alberto. »Sie leben ständig in Angst«, schilderte er ihre Situation in unserer Stadt. Ihnen hilft Pater Alberto mit dem Spendengeld der Schüler, das z.B. für die medizinische Versorgung illegal in München lebender Menschen verwendet wird.

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