Ende Juli führte die Wandergruppe der Ski- und Bergsportabteilung des TSV Eintracht Karlsfeld eine Tour zum wohl adeligsten Berg Bayerns, den 1731m hohen Herzogstand. Bereits die Wittelsbacher liebten diesen Berg oberhalb des Walchensees, der 1535 nach den Bayernherzögen Wilhelm und Ludwig benannt wurde, denn schon damals wusste der Adel die grandiose Aussicht vom Gipfel über das Alpenvorland zu schätzen.
Kein Wunder, dass auch noch heute viele Touristen den wohl berühmtesten Münchner Hausberg fest in ihr Reiseprogramm aufgenommen haben. Doch wie es sich für richtige Wandersleut' gehört, verzichteten die 13 Karlsfelder auf die Seilbahn und machten sich von der Passhöhe bei Urfeld (850 m) bei angenehmen Temperaturen und nur leicht bewölkten Himmel zu Fuß auf zum Gipfel. Die Tour erfolgte bis zum Herzogstand-Gasthaus durchwegs auf guten Wegen, nur die letzten 150 Höhenmeter bis zum Gipfel führten in steileren Serpentinen durch den Latschenwald. Oben angekommen wurde der knapp dreistündige Aufstieg mit einer Brotzeit und einem tollen Blick auf den türkisblauen Walchensee und dem dahinterliegenden Karwendel sowie mit der Fernsicht über den Kochelsee in das Flachland hinein belohnt. Die gute Laune der Wanderer übertrug sich durch die vielen lustigen Witze, die unter dem Gipfelkreuz erzählt wurden, auch auf andere Bergwanderer, die darüber herzlich lachen mussten und die Witze sogar ins Spanische übersetzten.
Die tolle Stimmung konnte auch durch die herannahenden schwarzen Wolken nicht getrübt werden. Der Wettergott hatte jedoch ein Einsehen und schickte nur etwas Nieselregen, so dass die Wandergruppe fast trocken wieder unten am Parkplatz ankam.