Veröffentlicht am 21.07.2015 13:39

„Sehr erleichternd und erfreulich”

Sie stellten die Messergebnisse vor (v.l.): Eduard Arndt vom Referat für Bildung und Sport, Rudolf Fuchs vom Referat für Gesundheit und Umwelt und Hubert Maiwald, Umweltmediziner am Referat für Gesundheit und Umwelt. (Foto: us)
Sie stellten die Messergebnisse vor (v.l.): Eduard Arndt vom Referat für Bildung und Sport, Rudolf Fuchs vom Referat für Gesundheit und Umwelt und Hubert Maiwald, Umweltmediziner am Referat für Gesundheit und Umwelt. (Foto: us)
Sie stellten die Messergebnisse vor (v.l.): Eduard Arndt vom Referat für Bildung und Sport, Rudolf Fuchs vom Referat für Gesundheit und Umwelt und Hubert Maiwald, Umweltmediziner am Referat für Gesundheit und Umwelt. (Foto: us)
Sie stellten die Messergebnisse vor (v.l.): Eduard Arndt vom Referat für Bildung und Sport, Rudolf Fuchs vom Referat für Gesundheit und Umwelt und Hubert Maiwald, Umweltmediziner am Referat für Gesundheit und Umwelt. (Foto: us)
Sie stellten die Messergebnisse vor (v.l.): Eduard Arndt vom Referat für Bildung und Sport, Rudolf Fuchs vom Referat für Gesundheit und Umwelt und Hubert Maiwald, Umweltmediziner am Referat für Gesundheit und Umwelt. (Foto: us)

Das lange Ringen um die Formaldehyd-Belastung in den Containern an der Grandl-Grundschule scheint ein Ende zu finden. Das Referat für Bildung und Sport (RBS) sowie das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) stellten die Formaldehyd-Ergebnisse aus drei verschiedenen Messreihen vor. „Die Ergebnisse sind aus unserer Sicht sehr erleichternd und erfreulich“, sagte Ursula Oberhuber, RBS-Pressesprecherin. Alle Werte der Messreihen vom 26. und 29. Juni sowie vom 13. Juli lägen unterhalb des deutschen Richtwerts von 0,1 ppm. Auch die Luftgüteversorgungswerte der WHO seien unterschritten.

Damit könnten alle Räume bedenkenlos freigegeben werden. „Hier liegt keine Beeinträchtigung der Gesundheit der Kinder und der Erwachsenen vor“, betonte Rudolf Fuchs vom RGU. „Und das Wohl der Kinder steht für uns an erster Stelle.“ Noch am 12. Juni hatte der vom Elternbeirat der Schule auf eigene Kosten bestellte Gutachter erhöhte Formaldehyd-Werte im Gebäudeteil A festgestellt.

Lüfter eingebaut

„Zu diesem Zeitpunkt waren noch nicht in allen Räumen Lüfter eingebaut“, so Fuchs. Dies sei nun nachgeholt. Alle Räume würden nun über Lüfter verfügen. „Außerdem haben wir Luftgüteampeln installiert, um die Sensibilität für das Lüften zu fördern“, so Umweltmediziner Hubert Maiwald vom RGU. Noch vor dem Pressegespräch trafen sich RGU, RBS, Baureferat, Schulleitung und Elternbeirat zu einem Runden Tisch. „Ich kann sagen, dass das Gespräch in sehr respektvoller Atmosphäre stattfand“, so Eduard Arndt vom RBS.

Dies sei der zweite Runde Tisch gewesen. „Unser Ziel war die umfassende Information“, so Oberhuber. Nun erübrigten sich weitere Runde Tische, „die Aufgabe der Runden Tische sehen wir als erfüllt an.“ Das Beratungsangebot des Umweltmediziners Maiwald bleibe aber selbstverständlich bestehen. Als externer Mediator und Vertreter des Elternbeirats der Grund- und Mittelschulen der Landeshauptstadt München (GEB ) nahm Michael Streit am letzten Runden Tisch teil. „Ich hoffe und wünsche, dass sich die Wogen nun glätten“, meinte er. „Natürlich gibt es auf beiden Seiten viele Emotionen. Doch frei von diesen sind wir einer Lösung des Problems nun um einiges näher gerückt.“

Künftig starke Kontrollen

Auch für weitere Container-Vorhaben in der Stadt sei man nun sensibilisiert, wie RGU und RBS betonten. „Wir werden künftig verstärkte Qualitätskontrollen schon während der Bauphasen durchführen“, so Fuchs. „Orientierungsmessungen sollen zudem schon beim Einbau anzeigen, ob das richtige Material verwendet wird.“

Nicht abschließend geklärt war die Frage nach der Ursache des Formaldehyds in den Containern. Möglich sind, laut RGU, Belastungen in den Bodenplatten sowie in den Putzmitteln. Unklar blieb auch, warum die Lüfter in Haus A erst Mitte Juni und nicht wie versprochen im Winter eingebaut wurden. Ungeachtet der Ergebnisse liegt dem Elternbeirat eine Unterschriftenliste von 159 Eltern vor, die eine Sanierung der Schulcontainer fordern.

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