Mit insgesamt vier Grundforderungen ziehen die Schüler am Mittwoch, 23. Juli auf die Straßen. Um 10:30 Uhr beginnt die Route am Stachus und rückt so nah an das Kultusministerium wie nur möglich. Die Schüler wollen ihre Meinung geltend machen, um etwas zu verändern. „Wir wollen fürs Leben lernen! Wir wollen mehr Freiräume und Mitbestimmung! Wir wollen individuell gefördert werden! Wir wollen mehr Geld für unsere Bildung!”, sind die vier Forderungen, die an das Bildungssystem gestellt werden. Dabei geht es nicht darum, mit 2000 Demonstranten möglichst viel Druck auszuüben, sondern zu zeigen, wie viele Schüler ihrer Meinung nach keine faire Bildung erfahren. Die meisten der Jugendlichen wirken nicht regelmäßig bei Demonstrationen mit und doch nimmt jeder einzelne das Risiko eines Schulverweises in Kauf, um seinem Unmut kund zu tun. „Wir brauchen mehr Zeit, um Interesse und Motivation zu bilden, statt Leistungsdruck in unserer immer weiter schrumpfenden Schulzeit!“ erklärt Frederic von Creytz, Organisator des Streiks. Jeder Demonstrant hat seine individuellen Beweggründe, seine eigene Meinung und verschiedene Kritikpunkte, die er mitteilen möchte. Denn die Schülerinnen und Schüler sind diejenigen, die täglich Erfahrungen im Bildungssystem sammeln und deren tatsächliche Auswirkungen erleben. „Man kann doch nicht diejenigen ausschließen, die an dem tatsächlichen Prozess am meisten beteiligt sind“, sagt Frederic abschließend.