Veröffentlicht am 15.06.2013 00:00

„Mamas helfen!“ und packen für die Flutopfer richtig mit an

„Mamas helfen!“ und packen für die Flutopfer richtig mit an (Foto: red)
„Mamas helfen!“ und packen für die Flutopfer richtig mit an (Foto: red)
„Mamas helfen!“ und packen für die Flutopfer richtig mit an (Foto: red)
„Mamas helfen!“ und packen für die Flutopfer richtig mit an (Foto: red)
„Mamas helfen!“ und packen für die Flutopfer richtig mit an (Foto: red)

Schuhe, Spiele, Babysachen, Jacken, Puppen, Matratzen, MaxiCosi, Pullover und Hosen für Groß und Klein und vieles, vieles mehr liegt fein säuberlich aufgeschichtet auf Bierbänken und -tischen. Drumherum wuseln in geordnetem Chaos bis zu 15 Helfer, die ihre Arbeitskraft im Dienste der Not leidenden Hochwasser-Opfer stellen. „Mamas helfen!“ heißt die Gruppe, die von Diana Schmelber und Beatrice Umseher am letzten Montag ins Leben gerufen wurde und auf unglaubliche Resonanz traf. „Ich dachte einfach: Wahnsinn, was das für ein Unglück ist und wollte unbedingt helfen“, meint Diana Schmelber, die in Windorf lebt und wegen des Hochwassers – die Brücke über den Perlbach ist gesperrt – rund zehn Kilometer Umweg zum 500 Meter entfernten Discounter fahren muss.

„Wir sind sprachlos”

Die vielen Spenden füllen die Halle des ehemaligen Zoo Käser an der Passauer Neuburger Straße 123. „Wir sind sprachlos“, meint Beatrice Umseher zur überwältigenden Resonanz und zur Hilfsbereitschaft der Menschen in Passau, nein, aus ganz Deutschland. Morgen kommt jemand mit Sachspenden aus 400 Kilometer Entfernung“, kann Beatrice Umseher es selbst kaum fassen. Menschen aus Ost- und Norddeutschland, die in Passau schon einmal Urlaub gemacht haben, rufen an, um zu fragen, wie sie helfen können. Doch mittlerweile verzeichnet die Aktion „Mamas“ helfen so viele Spender aus ganz Deutschland, dass sie bereits weiter verwiesen werden. „In ganz Deutschland gibt es Menschen, die von der Flut betroffen sind. Da ist es doch besser, regional zu helfen. Es gibt schließlich so viele Menschen, die vieles oder alles verloren haben.“ So wie eine Freundin von Beatrice Umseher, die – jüngst Mutter geworden – durch die Hochwasser-Katastrophe vor dem Nichts steht.

Alles kommt den Opfern zugute

Kindergarten in Passau-Hals wurde bereits mit neuen Spielsachen bestückt. Ebenso der Altstadtkindergarten. Der Babynahrungs-Hersteller Hipp liefert kostenfrei acht Paletten Kindernahrung an. Und NUK spendet Fläschchen und vieles mehr. „Alles, was hier überschüssig ist, liefern wir nach Deggendorf. Wirklich alles kommt den Hochwasser-Opfern zugute!“, erklärt Beatrice Umseher und fügt an: „Wir helfen aber nicht ausschließlich Frauen, Mütter und Kindern. Schließlich sind auch Männer Hochwasser-Opfer. Und viele Tiere brauchen die Futter oder auch ein neues Körbchen. Und wer keine Sachspenden beitragen kann, kann Wäsche waschen für Hochwasser-Opfer oder auch auf die Tiere aufpassen. Es gibt wirkliche unzählige Möglichkeiten zu helfen!“

Die Menschen rücken zusammen

Die Menschen rücken zusammen, helfen einander, stehen sich in der Not bei. Eine unglaubliche Solidarität über die Grenzen betroffener Städte und Bundesländer hinweg, die Diana Schmelber und Beatrice Umseher quasi schlichtweg umgehauen hat.

Unsere Wochenblatt-Kollegen vor Ort schildern die Situation in den Hochwassergebieten. Mehr Berichte und Informationen unter wochenblatt.de .

Bitte spenden Sie für die Flutopfer der Hochwasser-Katastrophe in Ostbayern (Stiftung der Passauer Neuen Presse, Stichwort: PNP-Fluthilfe, Kontonummer 30 365 373, BLZ 740 500 00, Sparkasse Passau). Bitte geben Sie beim Verwendungszweck auf dem Überweisungsformular Ihre Adresse an. Für die Geltendmachung genügt bei Spenden unter 200 Euro ein Überweisungsbeleg.

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