Veröffentlicht am 05.11.2012 12:28

Unsere Frage der Woche

Mitte 2011 gab es in Deutschland etwa 20,5 Millionen Rentner. Demgegenüber stehen etwa 35,4 Millionen Beitragszahler. Da sich die Altersstruktur der Bevölkerung voraussichtlich deutlich ändern wird, wird es künftig immer weniger Beitragszahler und immer mehr Rentner geben. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung soll zum Jahreswechsel auf den niedrigsten Stand seit 18 Jahren sinken - von derzeit 19,6 auf 18,9 Prozent.

Für den Gesetzentwurf stimmten die Abgeordneten von Union und FDP. Die Oppositionsfraktionen votierten geschlossen dagegen. SPD, Linke und Grüne sprachen sich gegen die Beitragssenkung aus und plädierten stattdessen dafür, die Rücklage der Rentenkasse von derzeit etwa 28 Milliarden Euro weiter aufzustocken. Die zusätzlichen Mittel sollten ihrer Meinung nach angespart werden, um auf mittlerer Sicht sprunghafte Beitragserhöhungen, aber auch zunehmende Altersarmut vermeiden zu helfen. Der DGB appellierte an die Länder, die Notbremse zu ziehen und in letzter Minute doch noch zu verhindern, „dass die Rücklagen verpulvert werden”. Die Kritiker befürchten eine Art Bumerangeffekt: Die Rücklagen könnten demografiebedingt Ende des Jahrzehnts so weit abgeschmolzen sein, dass der Rentenbeitragssatz dann sprunghaft angehoben werden müsse.

Wie ist Ihre Meinung dazu, liebe Leserinnen und Leser? Unsere Frage der Woche lautet daher:

Ist es sinnvoller die Rentenbeiträge zu senken oder die Rücklagen aufzustocken?

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