Die „Historische Gruppe Schmied von Kochel“ gedenkt am Heiligen Abend wie alle Jahre um Mitternacht der in der Mordweihnacht 1705 gefallenen Bauern (Aufstellung um 23.45 Uhr am Stemmerhof). Sie zieht mit Fackeln und Trommelschlag an das Schmied-von-Kochel-Denkmal in der Lindwurmstraße. Dort wird eine Ehren-Abordnung für die Zeit des Umzuges abgestellt. Weiter führt der Zug über die Daiser-, Lindenschmit- und Plinganserstraße zur alten Sendlinger Kirche. An den Straßenrändern stehen Bürger und schließen sich dem Zug, teils mit Laternen und Kerzen, an. An der Kirche findet eine Kranzniederlegung am Grabmal statt, um der 204 Oberländer-Bauern, die bei der Sendlinger Mordweihnacht 1705 ums Leben kamen, zu gedenken. Ein Mitglied des Vereins hält eine Ansprache zur Geschichte des Bauernaufstandes.
Die Musiker spielen die Chamade, das damalige Zeichen der Kampfeinstellung. Nach der Totenehrung und dem Lied vom guten Kameraden sind alle Bürger zur Christmette in der alten Sendlinger Kirche eingeladen (geegn 0.20 Uhr). Die Bayernhymne und „Stille Nacht” beenden diese ergreifende Feierstunde in der Kirche. Anschließend wird zum Stemmerhof zurückmarschiert. Dort klingt der Abend bei einer kleinen Vesper aus.