Eingewöhnung gelungen, Babys, Kleinkinder und Kindergartenkinder glücklich: So lässt sich zusammenfassen, was in den letzten Wochen im Minihaus in der Steinerstraße 15 passiert ist. Drei Wochen nach Eröffnung am 27. Juni beginnt für die Diplom-Sozialpädagogin Anna Thierfelder, die die Kinderkrippe mit Kindergarten leitet, so etwas wie Alltag. „Es ist schön, zu erleben, wie wir zu Gruppen zusammenwachsen“, freut sie sich.
Auch die Eltern zeigten sich sehr zufrieden während der ersten Tage mit dem Minihaus: „So helle, freundliche Räume – und der tolle, großzügige Garten!“ – „Schon im Eingangsbereich fühlt man sich wohl.“ – „Dies ist ja ein Kinderparadies!“ Bis vor kurzem wurden hier noch Böden verlegt, Wände gestrichen, es wurde gehämmert, geputzt, eingerichtet, denn das dritte Münchner Minihaus befindet sich in einem 20er-Jahre-Bau. Diesen zu sanieren, kindgerecht und umweltfreundlich umzubauen, z.B. mit Hilfe einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, stellte architektonisch und handwerklich eine Herausforderung dar. Umso froher ist das Minihaus-Team, dass alles klappte und dass die Eltern und Kinder sich zufrieden mit dem Ergebnis zeigen.
Gleich am ersten Tag tobten die Buben und Mädchen fröhlich durch die Räume und die beiden Spielgärten, die zusammen 1.100 qm groß sind. „Angefangen haben wir mit vier bis fünf Kinder pro Gruppe, jetzt kommen schrittweise neue dazu, so können wir jedem gerecht werden“, berichtet Anna Thierfelder. Gerade Säuglinge finden es beruhigend, anfangs Mama oder Papa noch in der Nähe zu haben. Doch von Tag zu Tag dürfen sich mehr Eltern in Rufweite im „Elterncafé“ des Minihauses entspannen. Der Nachwuchs spielt derweil mit den pädagogischen Fachkräften, entdeckt das Bildungsangebot – z.B. die englische Sprache, Musik, Kreatives, Naturwissenschaften oder Sport –, genießt gesunde Mahlzeiten oder schlummert im Kinder-Schlafzimmer. Wenn ein Kind dann Vertrauen gefasst hat, können Mutter und Vater es mit einem guten Gefühl im Minihaus lassen, das wochentags von 7 bis 19 Uhr geöffnet hat.
Für den Diplom-Psychologen Günther Hanel, der das pädagogische Konzept der Minihäuser maßgeblich entwickelt hat, ist die behutsame Eingewöhnung mit das Wichtigste an jedem Minihaus – Haus Nummer eins und zwei finden sich übrigens in Obermenzing und Laim. Er betont: „Grundlage unserer Betreuung ist, dass wir Kindern Geborgenheit und Wärme vermitteln und ihnen vielfältige anregende Erfahrungen ermöglichen.“.
Für die weiteren Gruppen, die bis zum Herbst Schritt für Schritt eröffnet werden, sind noch wenige Krippen- sowie Kindergartenplätze frei und Kinder im Alter von neun Wochen bis sechs Jahren sind willkommen. Information und Anmeldung: Minihaus München, Tel. 41 11 49 400, www.minihaus-muenchen.de .