„Schulhunde“, also Hunde mit pädagogischer Funktion, werden immer beliebter, wie man nicht zuletzt an Schulhund Aimee in der Grundschule Alling sieht. Dort war es die Lehrerin Ursula Stein, die ihren Kurzhaarcollie gerne zum Schulhund ausbilden lassen wollte, um so Kindern Erfahrungen im Umgang mit Hunden zu ermöglichen, eventuell bestehende Ängste aufzuheben oder durch die Anwesenheit des Hundes positiv auf den Klassenverband zu wirken. Also wand sie sich an Hildegard Stepberger, die eine Hundeschule in Kottgeisering führt.
Die Krux dabei: „Eine ‚Schulhundausbildung‘ darf eine Trainerin ausschließlich durchführen, wenn zugleich ein Pädagoge oder eine Pädagogin anwesend ist“, erläutert Hildegard Stepberger. So achtet die Hundetrainerin auf die Belange und Übungen des Hundes, während der Pädagoge darauf achtet, dass alles „schulkompatibel“ ist. „In diesem Fall war das ja gegeben, denn Frau Stein ist ja Lehrerin“, sagt Stepberger und so gab es eine Initialzündung, denn die Hundetrainerin will zusammen mit der Lehrerin künftig mehr Schulhunde ausbilden.
Welche Hunde dazu besonders geeignet sind? „Eigentlich alle, wenn sie gut sozialisiert sind, an Kinder gewöhnt sind und gut mit ihnen auskommen“, erklärt Hildegard Stepberger. Besonders träfe dies in der Regel auf Kurzhaarcollies, Labradore oder Golden Retriever zu, denn diese seien darüber hinaus besonders intelligent. „Sie müssen halt gutmütig und kontaktfreudig sein, ohne Aggressionspotenzial. Und das trifft auf diese Hunde besonders zu.“ Gesundheit ist eine weitere Voraussetzung.
Das Training selbst dauert ein halbes Jahr. Bei Abnahme der Prüfung muss der Hund mindestens 18 Monate alt sein, kann also mit einem Jahr mit der Ausbildung beginnen. Hildegard Stepberger, die ihre Hundeschule seit 2013 führt, hat zwar immer wieder Therapiehunde ausgebildet, aber Aimee war ihr erster und bisher einziger Schulhund. Das soll sich ändern. Gemeinsam mit Ursula Stein will sie im Oktober einen Lehrgang für bis zu zehn Hunde anbieten. „Der Bedarf ist da“, weiß sie.
Auch privat hat die 58-Jährige natürlich auch Hunde, einen Mischling aus dem Tierheim und einen Mini-Bullterrier, die beide die Familie ergänzen. Ihre Tochter ist schon aus dem Haus, aber der Sohn lebt noch bei seinen Eltern, „denn meinen Mann gibt es natürlich auch noch“, schmunzelt Stepberger.
Auf der Seite www.hundeschule-amperland.de gibt es mehr Informationen zur Hundeschule von Hildegard Stepberger.