Die Gemeinde ist im Urteil der am Fahrradklima-Test 2018 teilnehmenden Radler nach wie vor nicht fahrradfreundlich (Schulnote 4,1) und liegt damit an 148. Stelle von 186 Gemeinden in der Größenklasse bis 20.000 Einwohner.
Insgesamt 123 Radfahrerinnen und Radfahrer füllten den Fragebogen des ADFC aus. Auf der Positivseite vermerkten die Befragten vor allem, „geöffnete Einbahnstraßen in Gegenrichtung“ (3,0), die „Erreichbarkeit des Zentrums“ (3,2) sowie ein „zügiges Radfahren“ (3,4). Negativ bewertet wurden hauptsächlich, das „Fahren im Mischverkehr mit Kfz“ (4,7) und die „Führung an Baustellen“ (4,9). Gerade letzten Punkt hat der ADFC wiederholt bei den Verantwortlichen der Gemeinde Gilching beziehungsweise des Landkreises Starnberg moniert, leider meist ohne Erfolg.
Auch auf Konfliktsituationen zwischen Radfahrern und Autofahrern, etwa wegen ungünstig platzierter Parkplätze, hat der ADFC zuletzt im Frühjahr 2018 die Gemeinde in einer „Mängelliste“ hingewiesen. So forderte er die Verschwenkung der Parkplätze vor dem Netto-Laden in der Landsberger Straße, damit einparkende Autos nicht mehr den Rad- und Fußweg queren müssen. Hier kam es erst am vor Kurzem zu einem Unfall, als eine Autofahrerin beim Einparken einen vorschriftsgemäß auf dem Radweg fahrenden Radler übersehen hatte. Der Mann aus Tutzing erlitt durch den Aufprall mit dem PKW einen Schock und trug Verletzungen am Gesicht davon, am Rad entstand Totalschaden.
Der ADFC fordert deshalb die Gemeinde dringend auf, die vom ihm monierten Problempunkte im Radverkehr zügig abzustellen, damit das „Radfahren in Gilching endlich sicherer und entspannter möglich ist“. Denn für viele Radlerinnen und Radler bedeute Radfahren in Gilching eher „Stress“ (4,1), anstatt dass es „Spaß macht.“