Der nächste Marktsonntag am 22. April soll etwas ganz Besonderes werden. Das ist das Ziel der rund 25 Teilnehmer des letzten Unternehmerfrühstücks. Diesmal hatte Unternehmerverbandsvorsitzender Frank Opis in den Gilchinger Aktivpark geladen. Während die ersten Frühsportler im Fitness- und Sportbereich schwitzten, rauchten bei den Geschäftsleute bald die Köpfe. Es war Brainstorming angesagt zum Thema „Marktsonntag”.
Der soll in diesem Jahr so spektakulär werden, dass er den ganzen Ort mobilisiert. Was sind aber nun die Faktoren, die zum Gelingen beitragen? „Es sind die Attraktionen, die Besucher anziehen”, meinte Opis. „Der Erfolg hängt davon ab, dass möglichst viele Geschäfte mitmachen”, ergänzte Willi Boneberger, außerdem müssten die Geschäfte und Stände gut erreichbar sein, warfen andere ein.
Da nicht jedes Geschäft mitten im Zentrum des Geschehens – also rund um den Hochstift-Freising-Platz oder Am Markt – situiert ist, müssten die Besucher irgendwie zu den anderen Läden gebracht werden und zwar nicht mit einem langweiligen Bus. Der Gruppe schwebten Oldtimerbusse oder die Bimmelbahnen anderer Gemeinden vor. „Die Fahrt muss ein Erlebnis sein”, waren sich die Unternehmer einig.
In Gilching habe es vor rund 20 Jahren schon einmal einen Doppeldeckerbus an einem Marktsonntag gegeben, der sehr gut angenommen worden sei, stimmte Dirk Angermann zu. Die Idee kam bei Manfred Herz so gut an, dass er spontan beschloss ein Transportangebot zu sponsern. Vielleicht gelingt der Transfer bereits zum Frühjahrsmarkt, ansonsten im Herbst.
Eine Alternative für entlegene Geschäfte sei es, sich mit einem Stand im Zentrum zu präsentieren. „Der laufende Meter kostet nur sieben Euro”, versicherte Angermann. Einige Teilnehmer hatten sogar neben ihrem Geschäft zusätzlich noch einen Stand errichtet, wusste Opis.
Was die Attraktionen betraf, so appellierte Opis an alle, kreativ zu sein. Als positives Beispiel erinnerte er an den Steuerberater („ein eher trockenes Thema”), dessen Stand wegen des Superangebots stets von einer Traube von Menschen umlagert war. „Lernen von den anderen”, laute das Motto.
Weitere Ideen, die noch ausgefeilt werden sollen, waren, einen zentralen Platz mit Bühne und Möglichkeiten sich zum Essen hinzusetzen, anzubieten, das Rathaus mit seinen Veranstaltungsräumen miteinzubeziehen, ein kulturelles Programm auf die Beine zu stellen, bei dem auch die Gilchinger Musikvereine angesprochen werden sollen und die Angebote für Kinder auszuweiten.
„Die Menschen wollen gemeinsame Sachen machen, sich treffen und beraten lassen”, ist sich Opis sicher. Beim nächsten Marktsonntag können sie diese Wünsche befriedigen: Der Online-Handel muss sich warm anziehen!