Der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg (BA 9) hat die Landeshauptstadt München aufgefordert, sich bei den jeweiligen Grundstücksbesitzern dafür einzusetzen, das ursprünglich für die Winterspiele 2018 geplante Olympische Dorf als Studentendorf zu realisieren. Einen entsprechenden Antrag der CSU-Fraktion hat das Gremium in seiner jüngsten Sitzung einstimmig so beschlossen. Das Olympische Dorf im westlichen Olympiapark hätte Platz für rund 5.000 Sportler geboten, erklärte Antragsinitiator Laurenz Kiefer. „In zentraler Lage könnte dieses als Wohnraum für Auszubildende, Studenten und junge Erwachsene realisiert werden. Im Zuge des allgemeinen Wohnungsmangels in München und Neuhausen-Nymphenburg als zweitgrößtem Stadtbezirk könnte ein solches Projekt dringend erforderliche Abhilfe schaffen“, so Laurenz Kiefer weiter. „Darüber hinaus könnte der Gegend um den Mittleren Ring durch zusätzliche Wohnungen ein urbaner, freundlicher Charakter gegeben werden. Damit würde das Stadtviertel insgesamt an Attraktivität gewinnen.“
Im 9. Stadtbezirk soll ein weiteres Straßenschild mit Namenserläuterung installiert werden. Konkret geht es um die Erinnerung an NS-Verfolgte und Widerstandskämpfer. Der GeodatenService hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv aus der amtlichen Namenserläuterung folgenden Text für die Ackermannstraße erarbeitet: „Josef Ackermann (1896-1959), Journalist, Verfolgter des Nationalsozialismus, 1933-1945 u.a. im KZ Dachau inhaftiert, ab 1945 Leiter des städtischen Nachrichtendienstes in München, Gründer und Herausgeber des Münchner Stadtanzeigers“. Von Seiten des BA 9 soll das Ganze nun noch mit Franz Schröther, dem Vorstand der Geschichtswerkstatt Neuhausen, besprochen werden.
Die nächste Sitzung des BA 9 findet am Dienstag, 23. Januar, um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Königlicher Hirschgarten“ (Hirschgartenallee 1) statt.