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München · Der große Tag des »Unspielers«Stusta-Angreifer Artur Leveque war der Held im Münchner Rugby-Derby
Der Matchwinner hieß Artur Leveque. Dabei hatte Paskarbies zwischenzeitlich befürchtet, der Franzose würde »der Unspieler des Tages werden«. Zu viele Strafen hatte die Stusta wegen diverser Fehler des Angreifers kassiert. Doch am Ende war es Leveque, der mit zwei Versuchen dafür gesorgt hatte, dass die Studentenstadt den zwischenzeitlichen 3:10-Rückstand noch drehen konnte. Lange Zeit hatte es nicht gut ausgesehen für die Gastgeber aus der Stusta. Zwar war man nach einem Strafkick durch Miguel Alonso Nogueiro mit 3:0 in Führung gegangen, in der Folge aber hatte man sich einerseits zu sehr das Spiel der RFCler aufdrängen lassen. Andererseits mussten zwei wichtige Spieler sehr früh verletzungsbedingt ausgewechselt werden. In der zweiten Hälfte aber erarbeitete sich das Team von Coach Carlos Martini mit einer konzentrierten Leistung ein deutliches Übergewicht. Zudem hatte RFC-Kapitän Thomas Hensel keinen guten Tag. Zwar hatte der Spielmacher gemeinsam mit dem Iren Alan Moughty immer wieder gefährliche Angriffe initiiert, doch Hensel vergab vier Strafkicks und somit die Möglichkeit auf insgesamt zwölf Punkte. Die Niederlage wollte der Kapitän dennoch nicht überbewerten. Er sprach von »einem Ausrutscher« – und sagte, dass er sich auf das nächste Aufeinandertreffen in der kommenden Saison freue. Das Derby war die letzte Partie der Spielzeit 2007/08 für die Stusta. Mit dem sechsten Rang können Paskarbies und seine Kollegen gut leben, noch nie schaffte man den Klassenerhalt so früh wie heuer. Einen Platz darüber rangiert der RFC, der am Donnerstag noch ein Spiel gegen Tabellenführer ASV Köln bestreiten soll. Ob der Gegner antritt, ist jedoch fraglich: Denn nur zwei Tage später steht für die Rheinländer das Aufstiegsspiel gegen den Meister der zweiten Bundesliga Nord an. Festzuhalten bleibt, dass beide Münchner Teams mit einem absolut starken Spiel gute Werbung für die Sportart Rugby betrieben haben. Bereits vor dem Derby übrigens hatten Nachwuchsspieler beider Klubs ein Testspiel gegen Memmingen bestritten. Der rege Zulauf im Nachwuchsbereich zeigt, dass die Entwicklung der in Deutschland weiterhin stiefmütterlich behandelten Sportart in die richtige Richtung läuft. Rugby weiter voranzubringen bleibt denn auch das Ziel der zwei Münchner Vereine für die kommende Saison. Zudem wollen die Studentenstädter um Kapitän Paskarbies einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung vollziehen und sich die gesamte Spielzeit hinweg von den unteren Tabellenregionen fern halten. Die Leistungen der vergangenen Wochen mit dem Krönungsspiel gegen den RFC haben gezeigt, dass genügend Potenzial im Team vorhanden ist. Ein weiteres Ziel wird übrigens sein, nicht nochmals vier Jahre auf einen Derbysieg warten zu müssen. Lars Julstein
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