Esther strahlt mit der Morgensonne um die Wette. Es ist neun Uhr und sie sitzt stolz auf ihrem Platz im Klassenzimmer. Als die Kinder vor Unterrichtsbeginn das Morgenlied singen, klingt ihre Stimme klar und hell. Ganz anders als noch vor sechs Monaten. Da musste die kleine Esther vor Sonnenaufgang aufstehen und sich auf einen langen Schulweg über staubige Pisten machen. Zwei lange und nicht ungefährliche Stunden, damit sie pünktlich in das Famaden Memorial Institute (FMI) kam! Wenn ihr Weg in der Regenzeit zum See wurde, konnte sie tagelang gar nicht zur Schule gehen. Schulbusse gibt es dort in Liberia nämlich nicht.
Doch das ist jetzt vorbei. „Mit unserer Hilfe hat Schulleiter Joe Reeves einen Internats-Pavillon gebaut, in dem Kinder, die sehr weit weg wohnen, unter der Woche bleiben können”, berichtet Petra Windisch de Lates, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lebensbrücke. „Sie bekommen dort eine einfache Schlafstelle und Essen und gehen nur übers Wochenende nach Hause.“ Für Esther und ihre Familie ist das eine Riesenerleichterung. Die Mutter hatte große Angst, dass ihrer Tochter auf dem Schulweg etwas zustoßen würde. Ein Unfall oder auch ein Überfall – gerade Mädchen sind auf den Straßen in Liberia besonders gefährdet. In dem neuen „Internat“ weiß sie Esther in Sicherheit. Jetzt hat die Kleine Zeit und Ruhe, um zu lernen, und dazu Essen und Schulfreundinnen, die ihr großes Ziel teilen: Einen guten Schulabschluss als Start für eine qualifizierte Berufsausbildung, damit sie später auf eigenen Beinen stehen und daheim genug Geld zum Leben verdienen kann.
Das ist Esthers größter Wunsch, und auch der ihrer Mutter. Bildung, das weiß sie, ist der einzige Ausweg aus bitterer Armut und für Mädchen zusätzlich der einzige Schlüssel zu einem sicheren Leben ohne Abhängigkeit. „Aber das kostet viel Geld, und genau das haben in Liberia viele Familien, wie auch die von Esther, eben nicht“, sagt Petra Windisch de Lates. Die Deutsche Lebensbrücke unterstützt das Famaden Memorial Institute seit Jahren und hilft nicht nur bei der Finanzierung von Unterrichtsmaterial, Lehrkräften und Schulessen, sondern übernimmt vor allem die Schulgebühren für die Kinder, deren Eltern sie nicht zahlen können.
„Wir haben angefangen, einen Fonds aufzubauen, um Kindern wie Esther die Möglichkeit zu geben, das Famaden Memorial Institute zu besuchen und dort unter der Woche zu wohnen. 690 Euro kostet ein Jahr Schulgebühr für ein Schulkind im Internat. Das sind ca. 60 Euro für einen Monat, 15 Euro für eine Woche. Bitte, lieber Leserin und lieber Leser, helfen Sie uns mit Ihrer Spende, egal wieviel, Kindern eine solide Bildung zu finanzieren. Jede Spende ist ein Baustein, Kindern wie Esther die Chance auf ein Leben mit Schulbildung und ohne Hunger zu ermöglichen. Ein Leben im eigenen Land, in Liberia!“
So spenden Sie für Schulkinder in Monrovia:
Spendenkonto
Lebensbrücke International
IBAN: DE87 2003 0300 0054 1440 00
Stichwort: Schulbildung Monrovia
Deutsche Lebensbrücke und Lebensbrücke International Deutschland sind humanitäre Kinderhilfsorganisationen. Sie unterstützen z.T. seit 35 Jahren bedürftige und kranke Kinder und ihre Familien in Deutschland und weltweit und finanzieren ihre Projekte ausschließlich aus Spendengeldern. Vorstandsvorsitzende Petra Windisch de Lates: “Unser Motto: geben statt reden. Wo Wege fehlen, schlagen wir Brücken.”
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