Veröffentlicht am 17.06.2009 00:00

Harlaching · Kirche muss renoviert werden

Sie thront hoch über dem Isartal und dem Tierpark Hellabrunn an der Harlachinger Hangkante und ist bei ihren treuen Besuchern wie den Wanderern im Isartal sehr beliebt.

Doch wer das Rokoko-Juwel der Wallfahrtskirche St. Anna am Harlachinger Berg 30 in seiner vollen Pracht genießen will, der muss sich noch einige Zeit gedulden. Denn das sonst goldgelb-weiß glänzende Kirchenschmuckstück kommt dieser Tage reichlich eingehüllt daher. Noch rund acht Monate soll die aufwändige Renovierung des über 800 Jahre alten Bauwerks noch dauern. Dabei schlagen die notwendigen Eingriffe zur Erhaltung der Bausubstanz nach Informationen des Erzbischöflichen Ordinariats mit etwa 1,2 Millionen Euro zu Buche. Die für das Bauwerk zuständige Gemeinde die »Heilige Familie« muss dafür rund 360.000 Euro selbst berappen.

Doch die Maßnahme scheint unaufschiebbar, da im Mauerwerk Feuchtigkeit sitzt und die Substanz leidet. Dazu soll die Heizung erneuert werden. Dafür wird eine Holzpellet-Heizung nachgerüstet, die in einer Räumlichkeit unterhalb des an die Kirche angrenzenden Friedhofs untergebracht sein wird. Bei der Finanzierung des Gemeindeanteils für die Sanierung des wichtigen Kirchenbauwerks zeigt sich Pater Joseph Pandiappallil sehr engagiert. Er will in der Gemeinde Benefizveranstaltungen durchführen lassen, um die Gelder zusammenzubringen. Zudem hatte er in einem offenen Brief an die Gemeindemitglieder bereits um Spenden gebeten.

St. Anna

Die Wallfahrtskirche St. Anna dauerhaft zu bewahren ist fürwahr ein hehres Ziel. Obwohl das exakte Datum ihrer Errichtung nicht bekannt ist, wird sie bereits in frühen Urkunden ab 1163 erwähnt und zählt damit zu den ältesten kirchlichen Bauten Münchens. Besonders die herrlichen Deckenfresken aus dem Kreis der Künstler um Johann Baptist Zimmermann locken viele Besucher. Harald Hettich

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