Eigentlich sollte man nur ein Vorurteil haben, nämlich dass man als Besitzer eines gesunden Menschenverstandes mit Vorurteilen nichts anfangen kann. Trotzdem müssen sich Hochbegabte oft mit den gleichen Vorstellungen ihrer Mitmenschen auseinandersetzen. Dabei haben diese Vorstellungen mit der Realität nur wenig gemeinsam. Der Begriff hochbegabt ist fest definiert. Wer einen IQ von mindestens 130 hat, gilt als hochbegabt.
Das sagt jedoch nur wenig über den Menschen aus. Die meisten verfügen über einen IQ von unter 130, haben ihr Leben dennoch im Griff, sind gute Eltern, beste Freunde und hilfsbereite Nachbarn.
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Damit wir uns nicht missverstehen: Ziehen Sie bitte nicht den Umkehrschluss, dass all dies für Hochbegabte nicht gilt! Ganz im Gegenteil. Das beweist auch das Mensa-Jahrestreffen. Da kommen Menschen wie du und ich zusammen. Sie haben eine Eigenschaft, die andere nicht haben. Das gilt aber für alle Menschen. Der eine ist handwerklich begabt, der Nächste kann gut mit Kindern umgehen, der Dritte ist besonders sportlich. Damit ist im Grunde jeder irgendwie hochbegabt, nur eben nicht per Definition. Aber das ist ja auch nicht nötig. So seh ich das.