»Füller weg, Turnschuhe anziehen!«, so heißt die Lehreranweisung von Mittwoch, 17. Oktober, bis Freitag, 19. Oktober, in der Hauptschule an der Leipziger Straße. Grund für diese außergewöhnliche Ansage ist das Projekt »Young Americans«, ein Drei-Tage-Workshop mit 45 amerikanischen Musikstudenten, die aus den Moosacher Schülern eine richtige Tanztruppe machen wollen.
Den Workshop haben die Moosacher bei einem Wettbewerb gewonnen.
Schulleiter Günther Bartl war nach der Gewinnbenachrichtigung etwas skeptisch: »Als der Gewinnbescheid kam, haben wir erst gesehen, was uns bevorsteht. Es müssen alle Studenten für drei Nächte untergebracht werden. Außerdem kommt ein dreitägiger Unterrichtsausfall dazu«.
Letztendlich konnten in Zusammenarbeit mit Lehrern, Schülern und Eltern fast alle Probleme beseitigt werden. Nur eine Halle, in der am Abend des 19. Oktober die große Abschluss-Show mit allen 350 Nachwuchstänzern stattfinden soll, ist noch nicht gefunden. »Zur Not müssen wir halt auf gutes Wetter hoffen und auf den Sportplatz ausweichen«, so der Schulleiter. Von diesen organisatorischen Problemen bekommen die Schüler der Leipziger Schule nur am Rande etwas mit. Bei ihnen herrscht die Vorfreude auf die Tanzprofis vor. Die 15-jährige Betül Sen weiß ganz genau, was sie von dem Besuch aus Übersee erwartet: »Ich glaube, dass diese Aktion den Ruf unserer Schule verbessern wird. Es ist auf jeden Fall eine große Chance für uns«.
Hinter dem Projekt »Young Americans« steht eine Stiftung der Firma Pricewaterhouse Coopers, einer Deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die anfallenden Kosten in Höhe von 25.000 Euro werden von dieser Stiftung aufgefangen. wei