Rainhard Fendrich ist der ewige Macho, Macho, er wird für Hits wie Es lebe der Sport! oder die heimliche Hymne Österreichs I am from Austria gefeiert und ließ 25 Jahre lang die Herzen potenzieller Schwiegermütter höher schlagen. Bis ja bis er im vergangenen Frühjahr auch vor der Polizei gesungen hatte: beim Geständnis, er habe in den vergangenen 15 Jahren Kokain im Wert eines Ferraris durch seine Nase gezogen. Wie es aber aussieht, wandelt der ehemalige Herzblatt-Moderator wieder auf dem Pfad der Tugend: immerhin zeigte er tiefe Reue, und ließ sich auf Mallorca kurieren.
Kurios ist freilich, dass er sein aktuelles Album So ein Theater getauft hat. Das zeugt dann doch von einer beachtlichen Fähigkeit zur Selbstironie. Insgesamt ist das neue Werk eine Kompilation aus Fendrichs gefühlvollsten Balladen, zu denen freilich Weus d a Herz hast wia a Bergwerk, Manchmal denk i no an di und Wart bis hamlich wird und stü gehören. Fendrich zeigt seine sensible Seite. So wird er bestimmt die Herzen potenzieller Schwiegermütter zurückerobern!
Geboren wurde der wohl erfolgreichste Popstar Österreichs im Jahr 1955 in Wien. Seine Bühnenkarriere begann er nicht als Sänger: er schauspielerte zunächst am Wiener Theater. 1981 brachte er seinen Sommerhit Strada del Sole heraus sein Durchbruch. Allein im kleinen Österreich verkaufte sich die Single 99.000 Mal.
In den folgenden 25 Jahren veröffentlichte der Austro-Popper 26 Platten; hierfür heimste er insgesamt sechzehn Mal Platin und vier Mal Gold ein. Vor zwei Jahren wurde er zum Österreichischen Entertainer des Jahrzehnts gewählt. Am Donnerstag, den 14. Dezember, gastiert er im Circus Krone ab 20 Uhr. Von Nadine Nöhmaier