Veröffentlicht am 24.08.2006 00:00

München - „Vielleicht werde ich mal Professor“

Hat in Mini-München erklärt, was der Brennwert vom Essen bedeutet: Markus, 12 Jahre.  (Foto: es)
Hat in Mini-München erklärt, was der Brennwert vom Essen bedeutet: Markus, 12 Jahre. (Foto: es)
Hat in Mini-München erklärt, was der Brennwert vom Essen bedeutet: Markus, 12 Jahre. (Foto: es)
Hat in Mini-München erklärt, was der Brennwert vom Essen bedeutet: Markus, 12 Jahre. (Foto: es)
Hat in Mini-München erklärt, was der Brennwert vom Essen bedeutet: Markus, 12 Jahre. (Foto: es)

München - Markus Freißmuth ist 12 Jahre alt – und war heuer zum dritten Mal bei Mini-München dabei. Dass er ein helles Köpfchen ist, merkt man sofort, wenn er von seinem Job im Chemielabor der Spielstadt erzählt. SamstagsBlatt: Markus, was genau hast du im Chemielabor gearbeitet? Markus: Das Chemielabor gehört zur Hochschule. Ich war Professor und habe für die anderen Kinder Kurse abgehalten.

Was waren das für Kurse?

Mein Hauptgebiet ist die Verbrennung, also Energieumwandlung im Körper. Das nennt man stille Verbrennung. In meinem Kurs hab ich den anderen erklärt, wie man Fett, Stärke und Zucker nachweisen kann. Und dann hab ich noch ein bisschen was über den Brennwert von Essen erzählt.

Woher weißt du das alles? Hast du das in der Schule gelernt oder erst in Mini-München?

Keins von beiden. Ich war bei einem Mini-München-Vorbereitungskurs des Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg dabei. Da hab ich das gelernt, zusammen mit den anderen Professoren aus dem Forschungszentrum in Mini-München. Das hat sehr viel Spaß gemacht.

Ist schon mal was schief gegangen bei deinen Experimenten in Mini-München?

Nein, bei mir noch nie. Aber bei einem anderen Kind ist schon mal was explodiert. Das war aber kontrolliert und nur eine kleine Explosion. Hat aber trotzdem ziemlich gekracht.

Wie viele Kurse hast du pro Tag gehalten?

So zwei bis vier. Es kam aber auch vor, dass ich einen ganzen Tag keinen einzigen Kurs machen konnte. Es gab noch so viele andere Dinge im Chemielabor zu tun.

Was denn?

Also, ich musste meine Kurse auch vorbereiten und dann musste ja auch jemand die Sachen herstellen, die wir verkauft haben: Die Limo und die Bakteriennahrung.

Bakteriennahrung?

Klingt ja ein bisschen eklig. Was ist das?

Das ist nur Wackelpudding. Aber Bakteriennahrung klingt doch viel besser, oder? Wir haben welchen mit Himbeer-, Mango- und Waldmeistergeschmack angeboten. Sah echt ein bisschen eklig aus, schmeckte aber lecker.

Willst du später auch mal in einem Chemielabor arbeiten?

Ich hab’ keine Ahnung, was ich später werden will. Aber vielleicht werd’ ich ja wirklich Professor.

Interview: Eva Schatz

north