Wir machen wieder Pläne: »Urlaub im Süden, eine andere Wohnung«.
Heinz Dieter B. und seine Frau haben wieder eine Perspektive. Seit dem Tag, an dem er operiert wurde, hat sich alles geändert. »Zuvor lebte ich in ständiger Angst, keine Luft mehr zu bekommen. Rund um die Uhr auf ein Beatmungsgerät angewiesen, ist seine einzige Hoffnung die Transplantation beider Lungenflügel. Dreieinhalb Jahre wartet er auf ein Spenderorgan.
Kein Einzelfall. Die meisten Patienten, die in Deutschland auf eine solche Spende angewiesen sind, warten Monate oder Jahre. Zwar werden pro Jahr etwa 4000 Organe verpflanzt. Aber etwa 14.000 Menschen hoffen noch auf ein Organ, fast ein Drittel von ihnen überlebt das Warten nicht.
Denn es gibt in Deutschland zu wenige Spender. Knapp 14 Prozent der Menschen hierzulande besitzen einen Spendeausweis. Doch nur rund ein Drittel lehnen die Organspende ab. Mehr als die Hälfte aber haben sich entweder noch keine Gedanken darüber gemacht oder noch keinen Spendeausweis zugelegt.
Bei manchem mögen unterschwellige Ängste eine Rolle spielen: »Wird vielleicht nicht alles getan, um mein Leben zu retten, wenn ich einen Organspendeausweis bei mir trage?«
Diese und viele andere Fragen wird Dr. Wonhas versuchen, am Montag, 20. Januar, um 20 Uhr, im Pfarrsaal, Plauener Straße 9, St. Martin-Moosach zu beantworten. Wenn Sie Leben schenken wollen, sind Sie herzlich zu diesem Gesprächsabend eingeladen.