Ramersdorf-Perlach · Der Bezirksausschuss 16 Ramersdorf-Perlach (BA 16) hatte erneut in seiner letzten BA-Sitzung wieder zahlreiche Verkehrsthemen auf seiner Tagesordnung.
Die »Verkehrsinitiative Ramersdorf-Ost« hat weit über 800 Unterschriften von Anwohnern gesammelt, die Tempo 30 in der Hofanger- und der Berger-Kreuz-Straße fordern sowie einen sicheren Überweg zum Ostpark in der Hofangerstraße. Die 30er-Zone geht laut KVR nicht, weil beide Straßen eine Nord/Süd-Verbindung im innerstädtischen Straßennetz darstellen und zudem von den Buslinien 155 und 199 befahren werden. Nach einschlägigen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung kommt eine Tempo 30-Zone nur in Wohngebieten in Betracht. Und auch nur dann, wenn hohes Fahrrad- und Fußgängeraufkommen herrscht und mit hohem Querungsbedarf zu rechnen ist. »Diese Voraussetzungen sind in beiden Straßen bislang nicht erfüllt«, teilt das KVR mit. Auch würde eine Tempobegrenzung die Busfahrzeiten verlängern, und letztendlich einen zusätzlichen Bus der MVG erfordern, was diese ablehnt. Zudem sehe der Bebauungsplan mit Grünordnung 1638 verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Hofangerstraße vor. Allerdings liegt dessen Realisierung in weiter Ferne.
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Im Oktober hatte der BA beim KVR die Anpassung der Ampelschaltung am Autobahnkopf Ramersdorf an das sich im Laufe des Tages ändernde Verkehrsaufkommen gefordert (wir berichteten). Jetzt bekommen Linksabbieger vom Innsbrucker Ring auf die A8 zur abendlichen Hauptverkehrszeit fünf Sekunden mehr Zeit zum Einbiegen auf die Autobahn.
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Ab der ersten Aprilwoche sollen die beiden südlichen Fußgängerunterführungen in der Rosenheimer Straße zurückgebaut werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich sechs Wochen dauern.
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Die Probephase für die im Frühjahr 2011 installierte Querungshilfe für die Putzbrunner Straße in Höhe der Hans-Ehard-Straße ist rum. Sie wird zwiespältig beurteilt. Der städtische Beraterkreis »Barrierefreies Planen und Bauen« ist überzeugt, die Querungshilfe habe sich bewährt, bittet aber darum, dass die Bürgersteige auf beiden Seiten eine Absenkung bekommen. Hingegen halten das KVR und die Polizei die Querungshilfe nicht für erforderlich. Sie sei von Fußgängern wenig bis gar nicht benutzt worden. Vielmehr würde die Ampel am Pfanzeltplatz benutzt. Hinsichtlich der Schulwegsicherheit seien keine Meldungen von der Grundschule am Pfanzeltplatz eingegangen. Da sich kein einheitliches Bild ergibt, wurde der BA 16 jetzt um seine Meinung gebeten. Er fordert eine endgültige Mittelinsel. Sie sei auch mit Blick auf die jüngste Siedlungsentwicklung an der Bischof-Ketteler-Straße hilfreich.
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Die MVG möge beim Fahrplanwechsel 2012/2013 eine Ausweitung des 10-Minuten-Takt auf der Buslinie 139 prüfen, fordert der BA. Bislang verkehrt diese Linie in der Hauptverkehrszeit zwischen Trudering und Neuperlach-Zentrum alle zehn Minuten. Das solle er auch zwischen Neuperlach-Zentrum und Bahnhof Giesing tun.
Angela Boschert